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Behörden wollen geändertes Zoo-Riesenrad erlauben
Dem baldigen Bau des Aussichtsrades am Zoo steht aus Behördensicht nichts im Wege

Mittes Baustadtrat hat keine Bedenken gegen die gänderten Planungen: Das Riesenrad wird nun nicht ganz so riesig und die sogenannte Abflughalle am Fuß des Rades bekommt eine weniger futuristiche Form – alles aus Kostengründen.

Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) hat keine planungsrechtlichen Bedenken gegen eine Umgestaltung des "Abflughalle" genannten Gebäudes am Fuß des Rades. Gothe ist für die Genehmigung des Rades zuständig.

Der alte, verabschiedete Wellenentwurf werde aus Kostengründen nicht realisiert. Das Empfangsgebäude soll nun kleiner und einfacher, ohne Wellenform, gebaut werde. Dafür sei eine neue Baugenehmigung nötig. Trotzdem könne der Investor - die Great Berlin Wheel GmbH - den vorgesehenen Zeitplan für den Bau des 120-Millionen-Projekts einhalten: Ende 2009 soll sich das Rad erstmals drehen.

"Pünktlich Ende Oktober bezieht der Zoo den neuen Wirtschaftshof", so Gothe. Ab Mitte November könnten dann die Schuppen auf dem etwa 13 000 Quadratmeter großen Grundstück an der Hertzallee abgerissen werden. Anschließend würden, wie geplant, die Baugrube ausgehoben. Die Pfahlgründungen könnten unabhängig von der veränderten Architektur der Abflughalle erfolgen, weil die Baulasten gleich blieben. Dasselbe treffe für die Bodenplatte zu, die im Anschluss betoniert werde. Bis dahin so Gothe, habe sein Amt die Baugenehmigung erteilt.

Mit der Architektur des Aussichtsrades hat sich in seiner ersten Sitzung vor wenigen Tagen das von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher neu geschaffene Baukollegium beschäftigt. "Die nötigen Umplanungen sind machbar", sagte Manuela Damianakis, Sprecherin von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD).

Der Investor hatte vor kurzem vor allem wegen der explodierenden Stahlpreise konstruktive Änderungen angekündigt. So wird das Rad mit 175 Metern Durchmesser zehn Meter niedriger als geplant, wäre aber noch Europas größtes Riesenrad.

"Wir waren alle sehr erleichtert, eine gute Lösung gefunden zu haben. Senat und Bezirk ist es wichtig, dass die Rahmenbedingungen für den Investor stimmen, damit er sein Projekt realisieren kann", sagte Gothe. Nach Medienberichten hatte es zwischen dem Senat und dem Investor Unstimmigkeiten gegeben. Michael Waiser, Geschäftsführer des Berliner Tochter-Unternehmens Great Wheel Corporation, wollte dies nicht bestätigen. "Zwischen dem Senat und der Great Berlin Wheel besteht Einvernehmen über die geplanten Änderungen."
Behörden wollen geändertes Zoo-Riesenrad erlauben
Dem baldigen Bau des Aussichtsrades am Zoo steht aus Behördensicht nichts im Wege

Mittes Baustadtrat hat keine Bedenken gegen die gänderten Planungen.
Dem baldigen Bau des Aussichtsrades am Zoo steht aus Behördensicht nichts im Wege

Mittes Baustadtrat hat keine Bedenken gegen die gänderten Planungen: Das Riesenrad wird nun nicht ganz so riesig und die sogenannte Abflughalle am Fuß des Rades bekommt eine weniger futuristiche Form – alles aus Kostengründen.

Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) hat keine planungsrechtlichen Bedenken gegen eine Umgestaltung des "Abflughalle" genannten Gebäudes am Fuß des Rades. Gothe ist für die Genehmigung des Rades zuständig.

Der alte, verabschiedete Wellenentwurf werde aus Kostengründen nicht realisiert. Das Empfangsgebäude soll nun kleiner und einfacher, ohne Wellenform, gebaut werde. Dafür sei eine neue Baugenehmigung nötig. Trotzdem könne der Investor - die Great Berlin Wheel GmbH - den vorgesehenen Zeitplan für den Bau des 120-Millionen-Projekts einhalten: Ende 2009 soll sich das Rad erstmals drehen.

"Pünktlich Ende Oktober bezieht der Zoo den neuen Wirtschaftshof", so Gothe. Ab Mitte November könnten dann die Schuppen auf dem etwa 13 000 Quadratmeter großen Grundstück an der Hertzallee abgerissen werden. Anschließend würden, wie geplant, die Baugrube ausgehoben. Die Pfahlgründungen könnten unabhängig von der veränderten Architektur der Abflughalle erfolgen, weil die Baulasten gleich blieben. Dasselbe treffe für die Bodenplatte zu, die im Anschluss betoniert werde. Bis dahin so Gothe, habe sein Amt die Baugenehmigung erteilt.

Mit der Architektur des Aussichtsrades hat sich in seiner ersten Sitzung vor wenigen Tagen das von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher neu geschaffene Baukollegium beschäftigt. "Die nötigen Umplanungen sind machbar", sagte Manuela Damianakis, Sprecherin von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD).

Der Investor hatte vor kurzem vor allem wegen der explodierenden Stahlpreise konstruktive Änderungen angekündigt. So wird das Rad mit 175 Metern Durchmesser zehn Meter niedriger als geplant, wäre aber noch Europas größtes Riesenrad.

"Wir waren alle sehr erleichtert, eine gute Lösung gefunden zu haben. Senat und Bezirk ist es wichtig, dass die Rahmenbedingungen für den Investor stimmen, damit er sein Projekt realisieren kann", sagte Gothe. Nach Medienberichten hatte es zwischen dem Senat und dem Investor Unstimmigkeiten gegeben. Michael Waiser, Geschäftsführer des Berliner Tochter-Unternehmens Great Wheel Corporation, wollte dies nicht bestätigen. "Zwischen dem Senat und der Great Berlin Wheel besteht Einvernehmen über die geplanten Änderungen."

Berliner Morgenpost, [04.10.2008]


 
Wertheim ist vom Kudamm verschwunden
Umbennenung nach Umbau: Wertheim heißt jetzt Karstadt

Jahrzehntelang war der Kudamm ohne Wertheim nicht denkbar.
Umbennenung nach Umbau: Wertheim heißt jetzt Karstadt

Jahrzehntelang war der Kudamm ohne Wertheim nicht denkbar. Auch wenn das Kaufhaus bereits seit 14 Jahren zu Karstadt gehörte, der Name blieb. Doch mit der heutigen Neueröffnung heißt es ab sofort Karstadt. Im Frühjahr 2009 wird auch das letzte Wertheim-Haus überhaupt verschinden. Und das steht ebenfalls in Berlin.

Die größten Schätze liegen gleich am Eingang: funkelnde Diamanten und erlesene Trüffel, 190 süße Sorten zur Auswahl. Zwei übergroße Security-Männer bewachen den Schmuck, während in der neuen Confiserie im Erdgeschoss Espresso ausgeschenkt wird. Vieles ist neu im ehemaligen Wertheim-Kaufhaus am Kurfürstendamm 231. An erster Stelle der Name: Wertheim heißt jetzt Karstadt.

Von anfänglichen "Irritationen", spricht Geschäftsführer Ralf Schwarz, als bekannt wurde, dass der Name Wertheim am Kudamm verschwinden solle. Diese hätten sich aber in positive Reaktionen umgewandelt. Ohnehin sei das Angebot von Wertheim und Karstadt immer schon zu 85 Prozent identisch gewesen. Nach dem Umbau des Kaufhauses seien zahlreiche Marken und Sortimente dazugekommen, das Haus moderner als vorher. Kein Drama also, so seine Ansicht, dass die Marke Wertheim am Kudamm verschwunden ist. Das sehen Verkäuferinnen noch zwiespältig. Der Namenswechsel sei schade, sagen zwei Verkäuferinnen im Erdgeschoss. "Ich war immer stolz darauf, zu sagen, dass ich bei Wertheim arbeite", sagt die eine. "Es war etwas Besonderes", sagt die andere.

Mit "mehreren Millionen Euro" beziffert Geschäftsführer Ralf Schwarz die Umbaukosten der 30.000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche. Die Etagen seien jetzt übersichtlicher geordnet und dank neu geschaffener Sichtachsen von allen Seiten überschaubar. Das Parkett von 1971, das unter einem Teppich verschwunden war, ist wieder frei gelegt worden und sorgt für ein nobles Erscheinungsbild. "Unsere Zielgruppe sind die 40 bis 59-Jährigen", sagt Ralf Schwarz. Mit dem neuen Sortiment wolle man aber auch jüngere Leute ansprechen.

Vor 14 Jahren von Karstadt übernommen

Die Entscheidung für die Umbenennung wurde mit Blick auf den Werbe-Etat getroffen. Bereits vor 14 Jahren wurde Wertheim vom Karstadt-Konzern übernommen, der wiederum zum Touristik- und Handelskonzern Arcandor gehört. Von 30 Wertheim-Häusern in ganz Deutschland waren zum Schluss nur noch zwei übrig: das am Kurfürstendamm und ein weiteres in der Steglitzer Schloßstraße. "Beide Häuser mussten für viel Geld extra beworben werden", sagt Schwarz. In Zukunft könnten diese Kosten nun in den einheitlichen Werbeauftritt aller Karstadt-Häuser fließen.

Im Frühjahr 2009 wird auch das letzte Wertheim-Haus an der Steglitzer Schloßstraße verschwinden. Mitarbeiter und Sortiment werden dann in das benachbarte Karstadthaus einziehen, das zurzeit noch umgebaut wird. Danach wird Wertheim zur Baustelle. Das Kaufhaus bekommt seine historische Fassade aus dem Jahr 1952 zurück und wird Teil der neuen Einkaufsgalerie "Boulevard Berlin".

Einst stand der Name Wertheim für das berühmteste Warenhaus Europas. 1875 gründeten Abraham und Ida Wertheim das erste Kaufhaus in Stralsund. 1937 kam es zur Enteignung durch die Nationalsozialisten. Dann, 1952, wagte die Wertheim AG mit einem kleinen Geschäft in der Wilmersdorfer Straße einen Neuanfang. Nun geht nach 133 Jahre die Wertheim Dynastie endgültig zu Ende.

Berliner Morgenpost, [04.10.2008]

 
Zu hohe Kosten: Gaslaternen verschwinden
Angesichts steigender Energiepreise soll in Berlin die Straßenbeleuchtung modernisiert werden

Etwa 234 000 Lampen, Laternen und Lichter werden im Herbst und Winter wieder länger leuchten.
Angesichts steigender Energiepreise soll in Berlin die Straßenbeleuchtung modernisiert werden

Etwa 234 000 Lampen, Laternen und Lichter werden im Herbst und Winter wieder länger leuchten. Laut Senatsverwaltung für Stadtentwicklung muss Berlin für den Strom aber tiefer in die Tasche greifen. "Tatsache ist, dass sich die Ausgaben aufgrund gestiegener Preise erhöht haben", sagte Marko Rosteck von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Die Stadt arbeitet im Bereich Straßenbeleuchtung seit 2000 mit der Firma Nuon Stadtlicht GmbH zusammen. Sie ist für Betrieb, Wartung, Austausch und Instandhaltung der öffentlichen Beleuchtung Berlins zuständig. Im kommenden Jahr wird die Firma einen Großteil der 44 000 Gasleuchten gegen elektrische austauschen. Für den Senat und auch für Robert Mosberg von Nuon sind diese Leuchten effizienter und umweltfreundlicher. Gaslampen seien teuer im Betrieb, störanfälliger und müssten öfter gewartet werden.

Die Entscheidung über den Einsatz bestimmter Leuchten- und Lampentypen trifft die Senatsverwaltung, die Vorschläge dazu kommen in der Regel von Nuon. Seit diesem Jahr läuft zur geplanten Umrüstung ein Pilotprojekt. Zusätzlich werden teilweise Quecksilberdampf-Lampen durch Halogen-Lampen ersetzt, die umweltfreundlicher und effizienter seien.

Über den Austausch der Gaslampen wird schon länger gestritten. So setzt sich etwa die Gaslicht Initiative "Pro Gas Licht" für den Erhalt der Gaslampen ein. Nach ihren Angaben ist die "Gasbeleuchtung zur Hälfte komplett modernisiert und auf den technisch neuesten Stand gebracht worden. Die Störquote konnte durch Verwendung hochmoderner Schaltgeräte entscheidend gesenkt werden."

Berliner Morgenpost, [04.10.2008]


 

 
Dem baldigen Bau des Aussichtsrades am Zoo steht aus Behördensicht nichts im Wege

Mittes Baustadtrat hat keine Bedenken gegen die gänderten Planungen: Das Riesenrad wird nun nicht ganz so riesig und die sogenannte Abflughalle am Fuß des Rades bekommt eine weniger futuristiche Form – alles aus Kostengründen.

Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) hat keine planungsrechtlichen Bedenken gegen eine Umgestaltung des "Abflughalle" genannten Gebäudes am Fuß des Rades. Gothe ist für die Genehmigung des Rades zuständig.

Der alte, verabschiedete Wellenentwurf werde aus Kostengründen nicht realisiert. Das Empfangsgebäude soll nun kleiner und einfacher, ohne Wellenform, gebaut werde. Dafür sei eine neue Baugenehmigung nötig. Trotzdem könne der Investor - die Great Berlin Wheel GmbH - den vorgesehenen Zeitplan für den Bau des 120-Millionen-Projekts einhalten: Ende 2009 soll sich das Rad erstmals drehen.

"Pünktlich Ende Oktober bezieht der Zoo den neuen Wirtschaftshof", so Gothe. Ab Mitte November könnten dann die Schuppen auf dem etwa 13 000 Quadratmeter großen Grundstück an der Hertzallee abgerissen werden. Anschließend würden, wie geplant, die Baugrube ausgehoben. Die Pfahlgründungen könnten unabhängig von der veränderten Architektur der Abflughalle erfolgen, weil die Baulasten gleich blieben. Dasselbe treffe für die Bodenplatte zu, die im Anschluss betoniert werde. Bis dahin so Gothe, habe sein Amt die Baugenehmigung erteilt.

Mit der Architektur des Aussichtsrades hat sich in seiner ersten Sitzung vor wenigen Tagen das von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher neu geschaffene Baukollegium beschäftigt. "Die nötigen Umplanungen sind machbar", sagte Manuela Damianakis, Sprecherin von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD).

Der Investor hatte vor kurzem vor allem wegen der explodierenden Stahlpreise konstruktive Änderungen angekündigt. So wird das Rad mit 175 Metern Durchmesser zehn Meter niedriger als geplant, wäre aber noch Europas größtes Riesenrad.

"Wir waren alle sehr erleichtert, eine gute Lösung gefunden zu haben. Senat und Bezirk ist es wichtig, dass die Rahmenbedingungen für den Investor stimmen, damit er sein Projekt realisieren kann", sagte Gothe. Nach Medienberichten hatte es zwischen dem Senat und dem Investor Unstimmigkeiten gegeben. Michael Waiser, Geschäftsführer des Berliner Tochter-Unternehmens Great Wheel Corporation, wollte dies nicht bestätigen. "Zwischen dem Senat und der Great Berlin Wheel besteht Einvernehmen über die geplanten Änderungen."

Berliner Morgenpost, [04.10.2008]


 
Umbennenung nach Umbau: Wertheim heißt jetzt Karstadt

Jahrzehntelang war der Kudamm ohne Wertheim nicht denkbar. Auch wenn das Kaufhaus bereits seit 14 Jahren zu Karstadt gehörte, der Name blieb. Doch mit der heutigen Neueröffnung heißt es ab sofort Karstadt. Im Frühjahr 2009 wird auch das letzte Wertheim-Haus überhaupt verschinden. Und das steht ebenfalls in Berlin.

Die größten Schätze liegen gleich am Eingang: funkelnde Diamanten und erlesene Trüffel, 190 süße Sorten zur Auswahl. Zwei übergroße Security-Männer bewachen den Schmuck, während in der neuen Confiserie im Erdgeschoss Espresso ausgeschenkt wird. Vieles ist neu im ehemaligen Wertheim-Kaufhaus am Kurfürstendamm 231. An erster Stelle der Name: Wertheim heißt jetzt Karstadt.

Von anfänglichen "Irritationen", spricht Geschäftsführer Ralf Schwarz, als bekannt wurde, dass der Name Wertheim am Kudamm verschwinden solle. Diese hätten sich aber in positive Reaktionen umgewandelt. Ohnehin sei das Angebot von Wertheim und Karstadt immer schon zu 85 Prozent identisch gewesen. Nach dem Umbau des Kaufhauses seien zahlreiche Marken und Sortimente dazugekommen, das Haus moderner als vorher. Kein Drama also, so seine Ansicht, dass die Marke Wertheim am Kudamm verschwunden ist. Das sehen Verkäuferinnen noch zwiespältig. Der Namenswechsel sei schade, sagen zwei Verkäuferinnen im Erdgeschoss. "Ich war immer stolz darauf, zu sagen, dass ich bei Wertheim arbeite", sagt die eine. "Es war etwas Besonderes", sagt die andere.

Mit "mehreren Millionen Euro" beziffert Geschäftsführer Ralf Schwarz die Umbaukosten der 30.000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche. Die Etagen seien jetzt übersichtlicher geordnet und dank neu geschaffener Sichtachsen von allen Seiten überschaubar. Das Parkett von 1971, das unter einem Teppich verschwunden war, ist wieder frei gelegt worden und sorgt für ein nobles Erscheinungsbild. "Unsere Zielgruppe sind die 40 bis 59-Jährigen", sagt Ralf Schwarz. Mit dem neuen Sortiment wolle man aber auch jüngere Leute ansprechen.

Vor 14 Jahren von Karstadt übernommen

Die Entscheidung für die Umbenennung wurde mit Blick auf den Werbe-Etat getroffen. Bereits vor 14 Jahren wurde Wertheim vom Karstadt-Konzern übernommen, der wiederum zum Touristik- und Handelskonzern Arcandor gehört. Von 30 Wertheim-Häusern in ganz Deutschland waren zum Schluss nur noch zwei übrig: das am Kurfürstendamm und ein weiteres in der Steglitzer Schloßstraße. "Beide Häuser mussten für viel Geld extra beworben werden", sagt Schwarz. In Zukunft könnten diese Kosten nun in den einheitlichen Werbeauftritt aller Karstadt-Häuser fließen.

Im Frühjahr 2009 wird auch das letzte Wertheim-Haus an der Steglitzer Schloßstraße verschwinden. Mitarbeiter und Sortiment werden dann in das benachbarte Karstadthaus einziehen, das zurzeit noch umgebaut wird. Danach wird Wertheim zur Baustelle. Das Kaufhaus bekommt seine historische Fassade aus dem Jahr 1952 zurück und wird Teil der neuen Einkaufsgalerie "Boulevard Berlin".

Einst stand der Name Wertheim für das berühmteste Warenhaus Europas. 1875 gründeten Abraham und Ida Wertheim das erste Kaufhaus in Stralsund. 1937 kam es zur Enteignung durch die Nationalsozialisten. Dann, 1952, wagte die Wertheim AG mit einem kleinen Geschäft in der Wilmersdorfer Straße einen Neuanfang. Nun geht nach 133 Jahre die Wertheim Dynastie endgültig zu Ende.

Berliner Morgenpost, [04.10.2008]

 
Angesichts steigender Energiepreise soll in Berlin die Straßenbeleuchtung modernisiert werden

Etwa 234 000 Lampen, Laternen und Lichter werden im Herbst und Winter wieder länger leuchten. Laut Senatsverwaltung für Stadtentwicklung muss Berlin für den Strom aber tiefer in die Tasche greifen. "Tatsache ist, dass sich die Ausgaben aufgrund gestiegener Preise erhöht haben", sagte Marko Rosteck von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Die Stadt arbeitet im Bereich Straßenbeleuchtung seit 2000 mit der Firma Nuon Stadtlicht GmbH zusammen. Sie ist für Betrieb, Wartung, Austausch und Instandhaltung der öffentlichen Beleuchtung Berlins zuständig. Im kommenden Jahr wird die Firma einen Großteil der 44 000 Gasleuchten gegen elektrische austauschen. Für den Senat und auch für Robert Mosberg von Nuon sind diese Leuchten effizienter und umweltfreundlicher. Gaslampen seien teuer im Betrieb, störanfälliger und müssten öfter gewartet werden.

Die Entscheidung über den Einsatz bestimmter Leuchten- und Lampentypen trifft die Senatsverwaltung, die Vorschläge dazu kommen in der Regel von Nuon. Seit diesem Jahr läuft zur geplanten Umrüstung ein Pilotprojekt. Zusätzlich werden teilweise Quecksilberdampf-Lampen durch Halogen-Lampen ersetzt, die umweltfreundlicher und effizienter seien.

Über den Austausch der Gaslampen wird schon länger gestritten. So setzt sich etwa die Gaslicht Initiative "Pro Gas Licht" für den Erhalt der Gaslampen ein. Nach ihren Angaben ist die "Gasbeleuchtung zur Hälfte komplett modernisiert und auf den technisch neuesten Stand gebracht worden. Die Störquote konnte durch Verwendung hochmoderner Schaltgeräte entscheidend gesenkt werden."

Berliner Morgenpost, [04.10.2008]


 
Festtagsstimmung vor dem Brandenburger Tor

So ein Nationalfeiertag geht ordentlich durch den Magen. Das ist auch bei Familie Weller aus Remscheid auch so. Sie lassen sich am Freitagnachmittag Käsespieße aus Schleswig-Holstein schmecken, die in der Landesvertretung In den Ministergärten als landestypische Spezialität verkauft werden. Und dann informieren sie sich über Radurlaube an der Nordsee – das machen  die Schleswig- Holsteiner wie die Hessen und die Rheinland-Pfälzer, wo es zum Tag der Deutschen Einheit vor allem viel Leckereien und Info-Häppchen für den nächsten Urlaub gibt.

In der Doppel-Landesvertretung von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg kommt das Kuchenbüfett übrigens von der Suppenküche des Arbeitslosenverbandes Uecker-Randow, während bei den Hessen nebenan geschäumte Kaffeespezialitäten in der trendigen Bar „Mainhattan“ gereicht werden.

Nach Berlin "weil hier am meisten los ist"

„Essen und Trinken hält halt Leib und Seele zusammen“, sagt „der Micha aus Leipzig“, der gerade die Plastik-Bierbecher durchzählt, die er und seine Freunde bisher leerten, „16 haben wir schon“, sagt er, während seine Kumpel auf den nächsten Bratwurststand an der Straße des 17. Juni zusteuern. Die Truppe feiert den Einheits- und Freiheitstag in Berlin, „weil hier am meisten los ist“. Auf der großen Bühne vor dem Symbol der Einheit, dem Brandenburger Tor, singt derweil ein Rapper sein Lied: „Freiheit kann man nicht eingrenzen, Freiheit muss man ausatmen.“ Zehntausende Gäste sind da schon auf der Feiermeile angekommen, auf deren Programm noch die Auftritte von den Prinzen, Scooter und Ich und Ich stehen.

Scampi statt Pommes

Auf dem Gendarmenmarkt wird die Einheit mit viel Nostalgie gefeiert, mit Pickelhauben-Blaskapelle und Altem-Fritz- Double. Statt Pommes und Rahmchampignons gibt’s Scampi vom Grill, aber auch die Berliner Bratwurst, die zum kulturellen Programm viel besser passt. Auf der Bühne singt eine Chansonette berlinisch: „Ich lassen keinen Doktor ran an meine Brust, wegen Emil seine unanständige Lust.“ Das Publikum kichert. Das Programm gefällt. Na denn.

Der Tagesspiegel, [03.10.2008]


 
Nur zögerlich fließt Geld für die Turmsanierung der Gedächtniskirche

Die Gedächtniskirche löste sich in Luft auf. Der Zauberkünstler Jochen Stelter hatte sie mit Tricktechnikern und Lichtspiegeleffekten verschwinden lassen. Abends, für kurze Zeit. Ein Film über die optische Täuschung lief gerade abends im Fernsehkanal FAB. Stelter wollte ein Horrorbild zeichnen und die Spendenbereitschaft für den Turm anstacheln.

„Ein Kirchturm, der bewegt“, heißt die Kampagne zur Rettung des alten Turms der Gedächtniskirche. Rund vier Millionen Euro Spenden möchte man „aus eigner Kraft“ sammeln. In den vergangenen zehn Monaten ist erst rund die Hälfte zusammengekommen. „Irgendwie scheint man die Herzen der Berliner noch nicht richtig erreicht zu haben“, meint Unternehmer Hans Wall, der die Kampagne unterstützt. Wolfgang Kuhla, Mitglied des Stiftungsrats der Gedächtniskirche, spricht von einem „beachtlichen Ergebnis“. Man müsse bedenken, dass sich die Summe von rund 550 000 Euro aus vielen kleinen Beträgen von Privatspendern zusammensetze. „Was uns fehlt, sind die Großspender.“ Andererseits ist Kuhla zuversichtlich, dass die benötigten Gelder in absehbarer Zeit zusammenkommen werden. Bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hat eine Spendenaktion begonnen. Eine Million Euro sollen aus Lottomitteln kommen, 1,5 Millionen aus dem Denkmalschutzprogramm der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Auch den Bund möchte man in die Pflicht nehmen, bei der Verteilung von Geldern aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz ging die Gedächtniskirche jedoch leer aus. Laut Staatsminister Bernd Neumann soll sie aber aus einem eigens für national wertvolle Kulturdenkmäler vorgesehenen Programm gefördert werden. Doch da keine dieser Zusagen bislang sicher ist, steht die Finanzierung nach wie vor auf wackligen Beinen.

Zu Recht wird also viel Kreativität in die Spendenkampagne gesteckt. Viele Einzelaktionen füllen den Spendentopf ganz allmählich: Der Vattenfall-City-Lauf trug dazu bei, weiter gibt es Fugenpatenschaften, eine Benefiz-CD der Berliner Bank und vieles mehr. „Einige dieser Projekte liefen sehr gut, andere brachten weit weniger ein als erwartet“, gibt Wolfgang Kuhla zu. Etwa die Benefizauktion zum Abschluss des Kunstprojekts „Gedächtnis entsteht“. 14 internationale Künstler hatten ihre Vision der Gedächtniskirche in Kunst verpackt und gestiftet. Doch die Auktion brachte nur rund 18 000 Euro ein – nicht einmal 20 Prozent des geschätzten Gesamtwertes der Kunstwerke.

Der Tagesspiegel, [05.10.2008]

 
Festival of Lights vom 14. bis 26. Oktober

Berlin will im Oktober wieder besonders leuchten. Mehr als 40 Lichtinstallationen werden das Brandenburger Tor, den Berliner Dom, Funk- und Fernsehturm sowie Straßen und Plätze vom 14. bis 26. Oktober verzaubern, teilte die City Stiftung Berlin als Veranstalter mit.

Erstmals soll auch eine Lichtuhr auf dem Marx-Engels-Forum präsentiert werden. Zur Eröffnung des Licht-Festivals ist eine leuchtende Wasserfontänen-Schau geplant, am 18. Oktober eine Nacht der offenen Türen in Museen und Theater.

Wer spektakulär heiraten will: Die Veranstalter verschenken drei Traumhochzeiten am 24. Oktober um Mitternacht im 37. Stock des Park Inn Hotel Alexanderplatz. Bewerbungen unter festival@zander-partner.de.

Berliner Morgenpost, [04.10.2008]


 
Auf den Straßen war es windig und regnete – in den Geschäften war es hell und warm

Viele Berliner und Touristen nutzen den verkaufsoffenen Sonntag zum Einkaufsbummel. Auch wenn er wieder Anlass für eine grundsätzliche Debatte über den Ladenschluss war.

Hochbetrieb in den Geschäften der Innenstadt. Am verkaufsoffenen Sonntag hatten verschiedene Kaufhäuser, Buchhändler, Bekleidungsläden sowie Möbel- und Elektromärkte geöffnet. Centermanager Thomas Sänger von den Potsdamer Platz Arkaden zog am Abend ein positives Resümee. „Der Andrang war groß und viele Geschäftsleute berichten, dass sie gut verkauft haben.“ Etliche Berliner und Touristen nutzen die Gelegenheit, um vor dem regnerischen Wetter ins Trockene zu flüchten und Wintereinkäufe zu tätigen. Die meisten Geschäfte waren von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

„Ich lassen mich von den Auslagen inspirieren“, sagte Christian Lescke. Der Maler erstand in den Potsdamer Platz Arkaden eine weiße Winterjacke für 150 Euro. Für Touristen sei die zusätzliche Einkaufsmöglichkeit eine gute Sache, nur er selbst hält wenig davon. „Meine Frau als Verkäuferin muss oft sonntags arbeiten.“

Dass der Sonntag der Familie vorbehalten sein sollte, findet auch Kinderkrankenschwester Angelika Buschnagel (49) aus Baden-Württemberg. Sie selbst habe oft am Wochenende Dienst. „Aber bei meiner Arbeit kann man es nicht ändern, das ist Dienst am Menschen.“ Gleichwohl genieße sie den verkaufsoffenen Sonntag in Berlin. „Ich werde mit meinem Mann durch die Geschäfte bummeln und wenn ich etwas Schönes sehe, dann kaufe ich es mir vielleicht.“

Zum Einkaufen verführt

Wenn es nach Betriebswirt Daniel Richter (29) ginge, wären die Geschäfte jeden Sonntag geöffnet. „Unter der Woche muss ich arbeiten, ich habe nur samstags und sonntags Zeit zum Einkaufen.“

Begeistert von den Einkaufsmöglichkeiten zeigten sich die beiden Schülerinnen Mareen Bisping und Leonie Schulz aus Ennigerloh in Nordrhein-Westfalen. „In Berlin hat man alles direkt vor der Tür und es gibt so viele verschiedene Geschäfte“, sagte die 16-jährige Mareen. Zuhause müsse sie mit dem Bus 45 Minuten bis nach Münster fahren, um „vernünftig“ Kleider und Schuhe einkaufen zu können. Doch dafür reichte am Tauentzien das Geld nicht. Mareen und Leonie erstanden im KaDeWe einen Schokobären und ein Schokoherz als Mitbringsel für Freunde.

Der Auftrieb in der City West hat auch die Videokünstlerin Isabelle W. (40) zum Einkaufen verführt. „Ich saß im Bus und sah die vielen Leute. Da fiel mir wieder ein, dass die Geschäfte geöffnet sind.“ In den Arkaden am Potsdamer Platz kaufte sie einen Kapuzenpulli und Schmuck. Volle Gänge und Stimmengewirr störten sie nicht, im Gegenteil. „Ich finde verkaufsoffene Sonntage gut, gerade weil dann die Straßen voller Menschen sind. Für mich bedeutet das mehr Leben – und das gefällt mir.“

Berliner Morgenpost, [05.10.2008]


 
Große Neueröffnung bei Karstadt Kurfürstendamm ab dem 04.10.2008

Das Weltstadthaus an der Gedächtniskirche präsentiert auf 30.000 m² in bester Warenhaus-Tradition moderne Warenwelten auf 8 Etagen. Überzeugend in Auswahl und Angebotsvielfalt, von tragbaren Top-Trends bis zu aktuellem Lifestyle, von gehobenem Ambiente bis zu frischen Köstlichkeiten.

Zur Neueröffnung laden wir Sie ein am Samstag, dem 04.10.2008 von 10-22 Uhr und am Sonntag, dem 05.10.2008 von 13-18 Uhr mit uns zu feiern. Wir haben attraktive Angebote, zahlreiche Aktionen und viele Überraschungen für Sie vorbereitet.

Programm zur Neueröffnung am 04./05.Oktober 2008

- EG: Modenschau und Pralinenverkostung

- 1.OG: Intel Racing Tour: Formel 1-Simulator

- 2.OG: Sektbar und Schokobrunnen

- 3.OG: Kochvorführung von Berndes / Graveur von Schott-Zwiesel / Espressoverkostung mit dem Saeco-Barista

4.OG: Sektbar im Bereich Leuchten / Handtuchbesticken im Vossen-Shop

5.OG: Glücksrad (am 05.10.2008 von 14-17 Uhr)

 
Neuer Direktor Food & Beverage

Tom Cudok (30) hat die Position des Director of Food and Beverage im InterContinental Berlin übernommen. Damit ist der gebürtige Leipziger zuständig für die Weiterentwicklung der F&B-Strukturen im Hotel sowie für das hauseigene Catering-Unternehmen Catering´s Best.

Der gelernte Hotelfachmann hat seine Karriere auf der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover begonnen. Anschließend zog es ihn nach Bad Saarow, wo er als F&B Manager an der Neueröffnung des Hotel Esplanade Resort & Spa beteiligt war. Von dort wechselte er als Wirtschaftsdirektor ins Grand Hotel Esplanade nach Berlin. Seit 2006 war Tom Cudok bereits als Food and Beverage Manager im InterContinental Berlin tätig.

www.ahgz.de, [01.10.2008]

 
Ladengeschäft ist Teil des erweiterten Luxus-Boulevards im KaDeWe

Seit gestern ist der Juwelier Tiffany & Co. auch in Berlin vertreten. Das Ladengeschäft, das ganz im Stil des berühmten Vorbilds in New York ausgestattet ist, ist Teil des erweiterten Luxus-Boulevards im KaDeWe und die insgesamt fünfte Dependance in Deutschland.

Zum Sortiment gehören Klassiker wie Verlobungsringe, aber auch Kollektionen von Designern wie Paloma Picasso oder Architekt Frank Gehry. "Die klassische Tiffany-Kundin gibt es nicht", so Managing Director Gitta Gräfin Lambsdorff. "Aber es wird immer auch die Geschichte mitgekauft."

Berliner Morgenpost, [02.10.2008]

 

 
Endlich auch in Berlin

Karstadt Kurfürstendamm freut sich, Sie ab sofort in unserer Karstadt Confiserie am Kurfürstendamm begrüßen zu dürfen. Es erwarten Sie täglich eine erlesene Vielfalt an edelsten Pralinen und feinen Torten sowie eine exklusive Auswahl an Getränken.

Probieren Sie doch mal die köstliche Marzipan-Trinkschokolade.

Speisen mit Blick auf die Gedächtniskirche

Ab sofort können Sie im Le Buffet Frische-Restaurant bei Karstadt Kurfürstendamm nicht nur die Vielzahl an täglich wechselnden Gerichten, sondern auch den direkten Blick auf die Gedächtniskirche genießen. Entspannen Sie nach dem Einkauf auf unserer Dachterrasse und lassen Sie den Blick über die Stadt schweifen.

 
Vom 5. bis 9. November 2008

Seit über vierzig Jahren wird Berlin in der ersten Novemberwoche zur Hauptstadt des Jazz. Vom 5. bis 9. November sind beim JazzFest Berlin 08 – unter dem Dach der Berliner Festspiele – wieder Musiker aus aller Welt mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen zu erleben.

Der neue künstlerische Leiter Nils Landgren ist vielen als Musiker bekannt und gehört zur Spitzenklasse der Jazz-Posaunisten Europas. Seit vielen Jahren ist er einer der kreativsten, umtriebigsten Musiker in der internationalen Musikszene. Mehr als 25 Platten mit und von ihm sind in den letzten Jahren erschienen. Bereits 2001 hat Nils Landgren das Festival mit großem Erfolg geleitet und wird es in den kommenden drei Jahren programmatisch prägen.

Landgrens aktuelle Auswahl ist authentisch und subjektiv. In diesem Jahr sind Altmeister wie Maceo Parker, Herbie Hancock und David Sanborn aus den USA und aus dem „alten Europa“ Richard Galliano, Alan Skidmore, Heinz Sauer oder das Bobo Stenson Trio eingeladen. Auch Berliner Musiker gehören inzwischen unverzichtbar in das Gesamtbild des Festivals, wie das Arne Jansen Trio, Firomanum und Soap, deren „gemeinsame Nennerin“ die Bassistin Eva Kruse ist sowie das Andromeda Mega Express Orchestra.

Spielorte sind neben dem Haus der Berliner Festspiele der Konzertsaal der UDK an der Bundesallee, das A-Trane und das Quasimodo.


 
MAXXIM CLUB proudly pres . 3 TAGE / 3 TOPEVENTS / 3 x MAXXIMUM EKSTASE

MAXXIM CLUB orientiert such an globalen Trends und hat über die Feiertage die angesagtesten DJ´s und Partylabels der Housemusik-Szene zu Gast. Die besondere Soundkulisse verspricht dazu eine stilvolle und ausgelassene Partyatmosphäre. Es vergeht kein Abend, an dem im edlen Ambiente nicht die Arme in die Höhe gerissen werden und die gute Stimmung heraus geschrien wird.

DJ´s : Judge Jules / Calvin Bosco / Aleksey / Ismael Nagera / Bionic

Du hast die AUSWAHL!

Erlebe Judge Jules mit einem seiner seltenen Housesets - Donnerstag, 02.10.2008

Feiert die In Bed with Space mit vielen Give Aways und DJ Aleksey - Freitag, 03.10.2008

Stimuliere deine Sinne und lass dich verzaubern von Aphrodisia - Samstag, 04.10.2008

Seid gespannt auf viele tolle Specials und unvergessliche Nächte.

 

 
Das künftige Riesenrad in Berlin soll nur 175 Meter hoch werden

Der Bau des Riesenrads am Zoo könnte sich verzögern oder schlimmstenfalls sogar platzen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa führen Bauherr und Senat zurzeit einen Streit um die Empfangshalle und die Höhe der Freizeiteinrichtung. Sicher scheint zu sein, dass es zehn Meter niedriger werde als bislang geplant.

Planung und Bau des Berliner Riesenrads drohen ins Rutschen zu geraten. Ein Konflikt zwischen dem Bauherrn Great Wheel GmbH und dem Senat um die repräsentative Empfangshalle und regelrecht explodierende Stahlpreise könnten nach dpa-Informationen zu erheblichen Verzögerungen und im Ernstfall sogar zum Stopp des 120-Millionen-Euro-Projekts am Zoologischen Garten führen. Geschäftsführer Michael Waiser bestätigte, dass die neue Touristen- Attraktion der Hauptstadt von geplanten 185 m Höhe auf 175 m abgespeckt werden müsse. Der Baubeginn Mitte November ist wegen Differenzen um die Baugenehmigung sogar grundsätzlich gefährdet.

Die schier unendliche Geschichte von Planungsproblemen setzt sich damit auch wenige Wochen vor dem angestrebten Abriss des alten Zoo- Wirtschaftshofes fort, auf dessen Gelände sich Europas größtes Riesenrad einst in luftige Höhen erheben soll. Eigentlich sollte der Baubeginn schon vor mehr als einem Jahr sein. Aber die Verhandlungen um den inzwischen fast fertigen Neubau des Zoo- Wirtschaftshofes hatten sich hingezogen. Statt der ersten Umdrehungen im Herbst 2008 soll nun von Mitte November an die Baugrube entstehen. Doch auch diese Planung steht auf unsicherem Grund.

Von den ursprünglich vorgesehenen 6500 Tonnen Stahl musste die Great Wheel GmbH rund 2000 Tonnen „eindampfen“. Und auch die für zunächst 25 Millionen Euro geplante spektakuläre Eingangshalle in Form eines wellenförmig angelegten riesigen Schiffsbugs hätte nach heutigen Preisen fast 50 Millionen Euro gekostet. Das Unternehmen sah sich gezwungen, die Notbremse zu ziehen und eine auch architektonisch und optisch stark reduzierte Sparversion zu entwerfen. Dafür ist aber nach Auffassung der Senatsbauverwaltung und auch des Bezirksamts Mitte eine neue Baugenehmigung erforderlich.

Die „Berliner Zeitung“ berichtete, dass sich Berlins Senatsbaudirektorin Regula Lüscher am Dienstag in einer Sitzung des neuen Baukollegiums intensiv mit dem Projekt und seinen Problemen beschäftigt hätte. Das von ihr installierte Baukollegium ist mit prominenten Architekten besetzt. Nach Ansicht von Lüscher verliert das abgespeckte Empfangsgebäude den Charakter eines solitären Bauwerks. Die Experten konnten sich über die „richtige“ Form laut „Berliner Zeitung“ zunächst nicht einigen.

Die nun von Unternehmer- und Investorenseite befürchtete bürokratische Kettenreaktion könnte das Projekt zum Stillstand bringen, bevor sich das Riesenrad auch nur ein einziges Mal gedreht hat. Nach dpa-Informationen würden die internationalen Investoren und auch nationale Kapitalgeber kaum noch einmal die Geduld für weitere Verzögerungen zwischen sechs bis zwölf Monaten aufzubringen. Für den Bauherren wiederum wäre es ein erhebliches Risiko, mit dem Abriss des alten Wirtschaftshofes und dem Ausheben der Baugrube zu beginnen, solange die neue Baugenehmigung nicht sicher vorliegt.

Schon die Vorgeschichte des Riesenrads in der West-City war nicht einfach. Viele Monate gab es einen zum Teil öffentlich geführten heftigen Konkurrenzkampf mit der Anschutz-Gruppe, den Erbauern der neuen O2 World-Mehrzweckarena, die am Ostbahnhof ein Riesenrad errichten wollten. Dann warnten Tierschützer vor Gefahren für den Vogelflug durch die sich drehenden Gondeln und befürchteten Probleme für die Zoo-Tiere einschließlich des Zeugungsverhaltens der direkt benachbarten Nashörner.

Sollten die neuen bürokratischen Hürden genommen werden, ist die Eröffnung nach einem Jahr Bauzeit nun im Spätherbst 2009 geplant. In den 36 Gondeln für je bis zu 40 Passagieren werden jährlich etwa zwei Millionen Besucher erwartet. Ein „Flug“ soll 35 Minuten dauern und elf Euro kosten. In Europa wäre das Berlin-Rad trotz der auf 175 m reduzierten Höhe das Größte, das London-Eye erreicht 135 m. In Dubai entsteht ein Rad mit 185 m, Peking ist die Nr. 1 mit 208 m.

Das Riesenrad soll auf dem Gelände des alten Wirtschaftshofs an der Hertzallee gebaut werden. Investitionsvolumen: 120 Millionen Euro, die über einen Fonds finanziert werden. Michael Waiser, Geschäftsführer der Great Wheel Berlin GmbH & Co. KG, die diese neue Touristenattraktion am Zoo baut, will nach der Räumung des alten Wirtschaftshofs gleich mit den Arbeiten beginnen.

Mitte September hatte Waiser der Berliner Morgenpost noch gesagt, dass Gerüchte, nach denen das Projekt wegen der gestiegenen Stahlpreise gefährdet sein soll, jeder Grundlage entbehrten: "Es gibt immer Lösungen. Wir arbeiten daran, das Rad konstruktiv zu optimieren und weniger von dem teuren Rohstoff einzusetzen. Die Ingenieurskunst ist dazu heute sehr gut in der Lage – ohne dass es technische Einbußen gibt."

Das Bauamt Charlottenburg-Wilmersdorf arbeitet zudem an Plänen, den unweit des Aussichtsrades befindlichen Hardenbergplatz mit einer privat finanzierten Tiefgarage auszustatten.

Der Platz könnte dann ohne parkende Autos neu gestaltet werden. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hatte den Riesenrad-Investoren ein eigenes Parkhaus nicht zugebilligt. Die jährlich rund zwei Millionen erwarteten Gäste sollen mit Bussen und Bahnen anreisen. Charlottenburg-Wilmersdorf plant aber auch wegen der Sanierung des Zoobogens an der Budapester Straße die zusätzlichen Parkmöglichkeiten.

"Dort werden mit der Sanierung – 2009 soll begonnen werden – bis zu 170 Parkplätze wegfallen", sagte Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU). Sein Ziel ist es, dass die europaweite Ausschreibung für die Tiefgarage mit mindestens 300 Plätzen im Januar rausgeht, damit Ende 2009 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.

Berliner Morgenpost, [02.10.2008]


 
Originalinszenierung zum 10. Jahrestag in der Schaubühne

Mark Ravenhills erstes abendfüllendes Stück "Shoppen & Ficken" wurde 1996 am Royal Court Theatre in London uraufgeführt. Die Inszenierung von Thomas Ostermeier an der Baracke am Deutschen Theater Berlin, die auch beim Theatertreffen 1998 zu sehen war, ist die deutschsprachige Erstaufführung. Wir zeigen nunmehr seine Originalinszenierung zum 10. Jahrestag wieder bei uns im Haus. Diese über die Grenzen Berlins berühmte Inszenierung wird an diesem Wochenende voraussichtlich das letzte Mal in diesem Jahr zu sehen sein, Sie haben die letzte Möglichkeit, das Original (im Übrigen auch in der Originalbesetzung!) noch einmal zu sehen.

Schüler und Studenten erhalten den ermäßigten Tarif von nur 8,00 € pro Karte.

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Wowereit hofft auf einen so spektakulären Bau wie das Guggenheim-Museum im spanischen Bilbao

Es gehört schon ein gehöriges Maß Fantasie dazu, sich vorzustellen, dass rund um das kleine marode Becken des Humboldthafens im Schatten des Hauptbahnhofs in drei bis vier Jahren Europas bedeutendster Kunststandort stehen soll. Nichts Geringeres jedoch schwebt Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) vor.

Gestern stellte er auf einer Bootsfahrt die Pläne vor, die Berlin trotz leerer Stadtkassen einen "Kunst- und Kulturstandort von internationalem Rang" bescheren sollen.

"Am Hauptbahnhof haben wir mit dem Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts im Hamburger Bahnhof und der Flick-Collection in der Rieckhalle bereits einen gut funktionierenden kulturellen Standort", sagte Wowereit. Dieser solle durch die Berliner Kunsthalle und das private Kunstmuseum am Humboldthafen weiter gestärkt werden. Berlin verzichte beim Verkauf des landeseigenen Grundstücks deshalb auf den "maximalen Verkaufserlös", stelle im Gegenzug jedoch hohe Anforderungen an Art und Umfang der kulturellen Nutzung. Schließlich bekomme dieser im Gegenzug das Recht, in Berlins zentralster Lage gleich neben dem Hauptbahnhof, ein Stadtquartier mit einer Bruttogeschossfläche von 48 000 Quadratmetern zu errichten. Dort ist eine überwiegend kommerzielle Nutzung zugelassen sowie ein Wohnanteil von 40 Prozent vorgeschrieben.

2000 Quadratmeter Ausstellungsfläche

"Gesucht wird ein Investor, der privat finanziert einen Standort für moderne zeitgenössische Kunst des 21. Jahrhunderts mit einer Ausstellungsfläche von mindestens 2000 Quadratmetern schafft", so Holger Lippmann, Chef des Berliner Liegenschaftsfonds, der das Vergabeverfahren leitet. Ebenfalls verpflichten muss sich der Investor, Berlin eine städtische Kunsthalle zu errichten, die ebenfalls über eine Ausstellungsfläche von 2000 Quadratmetern verfügen soll. "Diese Halle wird in den Landesbesitz übergehen, Berlin trägt später lediglich die Betriebskosten", so Lippmann. Ob Kunstmuseum und Kunsthalle in einem Gebäude untergebracht oder zwei Solitäre entstünden, sei völlig offen: "Wer uns das beste architektonische und inhaltliche Konzept vorlegt, wird das Rennen machen", so Lippmann. Gerüchte, wonach der Investor in Person von Nicolas Berggruen, Sohn des verstorbenen Kunstsammlers Heinz Berggruen und zudem in der Immobilienbranche tätig, längst feststehe, wies der Chef des Liegenschaftsfonds gestern zurück: "Es gibt derzeit kein Angebot von Herrn Berggruen."

Der Regierende Bürgermeister ist sich dennoch sicher, dass es genügend Interessenten für das kombinierte Immobilien-Kunst-Geschäft geben wird. "Wir wissen aus Gesprächen, dass das Projekt gute Verwirklichungschancen hat." Das Angebot richte sich ja nicht ausschließlich an Kunstsammler. "Vorstellbar ist auch ein Projektentwickler, der sich als Partner einen Kunstsammler sucht."

Wowereit hofft nun auf einen so spektakulären Bau wie das Guggenheim-Museum im spanischen Bilbao. "Der städtebauliche Entwurf, wie er jetzt vorliegt, wird es hoffentlich nicht sein", so der Bürgermeister, der für seine klaren Worte der Architekturkritik am "hässlichen Alexanderplatz" im Sommer schon Schlagzeilen machte.

Blumenmarkt wird abgerissen

Für die Kunsthalle waren zuvor in der Hauptstadt 13 Standorte intensiv geprüft worden. Laut Wowereit sei die Wahl für den Standort Humboldthafen schließlich aber alternativlos gewesen. Wowereit: "Genauso wie in der Immobilienbranche zählen auch in der Kunstszene einzig die drei Kriterien: Lage, Lage, Lage." Und die Lage am Humboldthafen sei zweifellos das Beste, was die Stadt derzeit zu bieten habe.

Die Entscheidung, auch die städtische Kunsthalle am Humboldthafen zu bauen, hat Auswirkungen auf die zuvor gehandelten Standorte. Zu den aussichtsreichsten zählte lange Zeit der landeseigene Blumengroßmarkt in Kreuzberg, der bis 2010 in die Beusselstraße umziehen soll. Im Frühjahr hatte der Blumengroßmarkt schon einmal testweise als Kunsthalle gedient: Die Initiative Berliner Kunsthalle war danach begeistert von dem 6000 Quadratmeter großen Halle.

Doch während Kulturstaatssekretär André Schmitz sich dort "eine andere kulturelle Nutzung auch weiterhin gut vorstellen" könnte, hat der Berliner Liegenschaftsfonds längst andere Pläne: "Die Halle wird abgerissen und ich freue mich auf ein innerstädtisches Wohnquartier mit Townhouses", sagte Lippmann.

Berliner Morgenpost, [01.10.2008]


 
Der Freitag ist als Musikfestival geplant

Zwar richtet Hamburg in diesem Jahr das zentrale Fest der Einheit aus, doch auch in Berlin wird am 3. Oktober und am Wochenende groß gefeiert: Ab Freitag können sich die Berliner drei Tage lang vor dem Brandenburger Tor vergnügen. Der Freitag ist als Musikfestival geplant: Auf der Bühne werden ab zwölf Uhr mittags 22 Bands auftreten, die populärsten – etwa das Berliner Duo Ich & Ich, Scooter, Thomas Godoj, Klee, Mousse T. sowie die Prinzen – spielen am Abend.

Am Sonnabend und Sonntag weicht das Rock-Pop-Festival einem Familienfest mit musikalischem Rahmenprogramm. Tasten, Hören, Riechen: Jeweils ab zehn Uhr sollen Mitmachprogramme Kindern ihre sieben Sinne näher bringen. Das gesamte Kinderprogramm solle die Kinder spielerisch über das Thema Umweltschutz informieren, sagten gestern die Veranstalter. Den besten Überblick über das Getümmel dürfte vom Riesenrad zu bekommen sein. Das Veranstaltungsprogramm endet Freitag und Sonnabend um 23 Uhr, am Sonntag um 20 Uhr. Der Eintritt zur fast zwei Kilometer langen Festmeile auf der Straße des 17. Juni ist frei. Gleichzeitig findet auf dem Gelände ein Kongress zum Thema „Freies Atmen in Deutschland“ statt. Dort können Besucher sich in Vorträgen über Asthma informieren und Lungenfunktionstests durchführen lassen.

Wegen der Feierlichkeiten müssen Autofahrer mit Behinderungen rechnen. Bereits seit Dienstag sind die Straße des 17. Juni vom Großen Stern bis zum Brandenburger Tor, sowie die Ebert-Straße zwischen Behrenstraße und Scheidemann-/Dorotheenstraße für den Verkehr gesperrt. Die Bushaltestellen innerhalb dieses Gebiets werden nicht angefahren. Die Sperrungen bestehen voraussichtlich bis Montagabend.

Der Tagesspiegel, [01.10.2008]


 
Concerto für Ente, Salbei und Chilischokolade

Das Spiegelzelt steht wieder stark da am Hauptbahnhof, die Show kann beginnen. Hans-Peter Wodarz hat sein "Palazzo" von 2007 überarbeitet und gestrafft – doch am grundsätzlichen Konzept wurde nur wenig geändert. „Concerto für Ente, Salbei und Chilischokolade“ heißt die Neuauflage: Zwölf singende Kellner durchqueren die Geschichte der Popmusik, Artisten zeigen ihr Können, und die Küche liefert eine üppige Auswahl von Vorspeisen, Hauptgängen und Desserts zum Sattessen. Die Premiere der dreistündigen Show am 10. Oktober ist der Auftakt zu einem viermonatigen Gastspiel, das der Enten-Meister langfristig gern mit einem Happy End krönen möchte: Er träumt von einem festen Theater zwischen den Hotels und Tagungsgebäuden, die an dieser Stelle geplant sind.

Der Tagesspiegel, [01.10.2008]


 

 
Bis Sonnabendnacht finden Konzerte mit rund 400 Künstlern, Bands und DJs statt

Als die Popkomm 2004 von Köln nach Berlin zog, befand sich die Messe - ganz wie die gesamte Tonträger-Industrie - am Boden. Inzwischen geht der Berliner Branchentreff ins fünfte Jahr, und im Gegensatz zu den siechenden CD-Herstellern hat die Messe an der Spree neuen Elan gewonnen.

Vom kommenden Mittwoch an präsentieren sich nun bis Freitag 800 Aussteller unter dem Funkturm, diskutieren Branchengranden und Prominenz beim Popkomm-Kongress. Da sprechen beispielsweise Regisseur Wim Wenders, da hält John Lennons Bassist Klaus Voormann eine Rückschau auf die Wegbegleiter seiner turbulenten Karriere, und "Bee-Gees"-Bruder Robin Gibb singt ausnahmsweise mal nicht, sondern tritt als Interessenvertreter von Komponisten-Verbänden auf.

Für das branchenferne Publikum indes finden an 25 Locations der Stadt bis Sonnabendnacht Konzerte mit rund 400 Künstlern, Bands und DJs statt, darunter Bristols Triphopper Tricky, die französische Sängerin Coralie Clement und die schottische Pop-Band Travis, deren Sänger Fran Healy im März nach Berlin zog. Im Frannz Club treten 13 Acts des diesjährigen Partnerlandes Türkei auf. Insgesamt, so hat die Messe Berlin GmbH errechnet, lassen Aussteller und Besucher von Festival und Fachmesse rund 22,7 Millionen Euro in der Stadt.

Wurde die Berliner Popkomm anfänglich als Auslaufmodell belächelt, weil im Internetzeitalter Deals und Gespräche nun wirklich nicht mehr die persönliche Begegnung erfordern, hat sich die Messe an der Spree offenbar wieder als internationaler Pflichttermin etabliert. Christof Ellinghaus, renommierter Chef des von Berlin aus weltweit operierenden Labels "City Slang" jedenfalls sagt, er sei angenehm überrascht, wie viele internationale Kollegen auch in diesem Jahr wieder ihren Besuch am Rande der Popkomm bei ihm angekündigt haben. "In Köln herrschte bei der Popkomm zuletzt ja Totentanz. Ich hätte keine zwei Cent darauf gewettet, dass die Veranstalter sie dann in Berlin wieder vom Boden bekommen." Und doch - und das sei vielleicht der Attraktivität Berlins zu verdanken - "ist die Popkomm durch die zahlreichen Leute aus der Musikindustrie, die aus aller Herren Länder herkommen, heute wieder ein wirklich interessanter Treffpunkt", so Ellinghaus.

Nächsten Mittwoch nutzt er selbst die Popkomm als Bühne für seine Künstler. Dann schickt Ellinghaus "City Slang"-Künstler im Postbahnhof ins Rennen - auf dass man danach mit diesem oder jenem internationalen Unternehmer ins Geschäft kommt, der für die Musikmesse nach Berlin gekommen ist.

Berliner Morgenpost, [01.10.2008]


 

 
Künstler aus dem Theater des Westens, dem Friedrichstadtpalast und dem Opernpalais stellten mit drei Hotels die neuen "Grands Vins Mercure" vor

"Don Camillos Divencocktail" lockte sogar den Adel ins Hotel & Residenz Mercure Berlin Checkpoint Charlie: Die Deutsche Weinprinzessin Julia Metzler aus dem rheinhessischen Dittelsheim-Hessloch begab sich am Donnerstag, 25. September, mit rund 580 weiteren geladenen Gäste auf eine spätsommerliche, musikalische Weinreise. Die neuen Grands Vins Mercure (GVM) gaben Anlass, sich bei eher herbstlichen Temperaturen durch Wein, Diven und Gesang im Weingarten des Hotels erwärmen und mitreißen zu lassen. Und das alles für einen guten Zweck: Zugunsten der Initiative "Kinder in Gefahr" fand eine Versteigung statt.

Der Abend war ein Gemeinschaftsprojekt der Hotels Mercure Berlin Tempelhof Airport, Mercure Berlin Hennigsdorf und Mercure Berlin Checkpoint Charlie. Siegfried Helias von der City Stiftung Berlin organisierte die Versteigerung für die Initiative Initiative "Kinder in Gefahr". Zu gewinnen gab es einen Gutschein für eine Reise für zwei Personen nach Mallorca, einen Übernachtungsgutschein im "Best Western Hotel Zürcherhof" für zwei Nächte und zwei Personen sowie zehn Einkaufsgutscheine zu je 200 Euro von Rodan Lederdesign.

Freudig beobachteten die Gäste, wie der keusche Don Camillo auf den Spuren von Casanova der Schönheit der Diven und Primadonnen erliegt. Seine musikalische Wandlung zum verwegenen Papagallo ließ die Gäste einsehen: Er ist eben auch nur ein Mann. Auf der Bühne waren zu sehen und zu hören: Claudio Maniscalco vom Theater des Westens, Santina Maria Schrader vom Friedrichstadtpalast und Natascha Petz vom Opernpalais sowie die Swinging Rossinis von Pomp Duck. Paolo Masaracchia, Direktor des Mercure Berlin Checkpoint Charlie über den Abend: "Die Gäste haben gelacht, geweint, geklatscht. Don Camillos Divencocktail erfreute die Ohren und Augen, die neuen Grands Vins Mercure den Gaumen. Es war etwas für alle Sinne dabei – einfach perfekt."

Am 15. Mai diesen Jahres hatten rund 80 Weinkenner, Journalisten und Gäste etwa 100 Spitzenweine im Mercure Grand Hotel am Dom Erfurt blind verkostet. Das Ergebnis: 28 Siegerweine, die sich auf der neuen Weinkarte wiederfinden. Ihre Aufgabe ist es, fortan– so wie gestern – die Gäste auf eine genussvolle Reise durch die schönsten deutschen Weinregionen zu entführen. Deutsche Rot- und Weißweine werden alle sechs Monate neu verkostet, nur internationale Rotweine bleiben für ein Jahr auf der Weinkarte. Die Grands Vins Mercure bieten ein hochwertiges Sortiment zu attraktiven Preisen. Durch eine Kooperation mit dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) finden sich auf der Karte auch erlesene Tropfen von VDP-Winzern.