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Abschied vom Pergamonaltar
Wegen Sanierungsarbeiten fünf Jahre geschlossen

Am Sonntag war der Pergamonaltar noch einmal zu besichtigen, nun wird saniert. Fünf Jahre sollen das dauern. Das Pergamonmuseum ist aber weiter geöffnet.

In der Warteschlange frozzelt es sich besonders gut. „Fünf Jahre, das glaubt doch kein Mensch“, brummt ein älterer Herr. Das Pärchen vor ihm macht sofort mit: „Fünf Jahre voraussichtlich“, sagt der junge Mann grinsend. „Man weeß ja, was det in Berlin bedeutet.“

Mike Briggs aus Texas guckt verständnislos, wird aber sogleich von den Berlinern vor ihm darüber aufgeklärt, dass sie an diesem herrlich sonnigen Sonntag – beileibe kein Museumswetter – alle nur hier anstehen, weil der prächtigste Teil des Pergamonmuseums, der Saal mit dem Pergamonaltar, saniert werden muss und heute zum vorerst letzten Mal betreten werden darf. Und dass die Sanierung fünf Jahre dauern solle, aber man bei Bauprojekten in Berlin ja nie wisse.

Manche befürchten, es könnte 20 Jahre dauern

Mike Briggs nickt verständnisvoll. Dass der Berliner Flughafen nicht fertig wird, hat sich auch schon in Texas herumgesprochen. Aber das mit dem Pergamonaltar nicht. „Darling, wir haben ja solches Glück“, sagt er zu seiner Frau. „Die Leute hier meinen, es könne sogar zehn oder zwanzig Jahre dauern.“

Aber selbst fünf Jahre sind eine lange Zeit. Das finden auch Dorothee Risse und Andreas Bohmann aus Pankow. „Unsere fünfjährige Tochter wird dann zehn sein“, sagt Dorothee Risse. „Und unser elfjähriger Sohn schon sechzehn. Wer weiß, ob er dann noch mit uns ins Museum geht.“ Jetzt ist Tobias jedenfalls Feuer und Flamme: „Wir haben gerade die alten Griechen in Geschichte“, sagt er. Setzt sich die Kopfhörer auf und kann es kaum erwarten, endlich zum Ischtar-Tor zu gehen.
Abschied vom Pergamonaltar
Wegen Sanierungsarbeiten fünf Jahre geschlossen

Am Sonntag war der Pergamonaltar noch einmal zu besichtigen, nun wird saniert.
Wegen Sanierungsarbeiten fünf Jahre geschlossen

Am Sonntag war der Pergamonaltar noch einmal zu besichtigen, nun wird saniert. Fünf Jahre sollen das dauern. Das Pergamonmuseum ist aber weiter geöffnet.

In der Warteschlange frozzelt es sich besonders gut. „Fünf Jahre, das glaubt doch kein Mensch“, brummt ein älterer Herr. Das Pärchen vor ihm macht sofort mit: „Fünf Jahre voraussichtlich“, sagt der junge Mann grinsend. „Man weeß ja, was det in Berlin bedeutet.“

Mike Briggs aus Texas guckt verständnislos, wird aber sogleich von den Berlinern vor ihm darüber aufgeklärt, dass sie an diesem herrlich sonnigen Sonntag – beileibe kein Museumswetter – alle nur hier anstehen, weil der prächtigste Teil des Pergamonmuseums, der Saal mit dem Pergamonaltar, saniert werden muss und heute zum vorerst letzten Mal betreten werden darf. Und dass die Sanierung fünf Jahre dauern solle, aber man bei Bauprojekten in Berlin ja nie wisse.

Manche befürchten, es könnte 20 Jahre dauern

Mike Briggs nickt verständnisvoll. Dass der Berliner Flughafen nicht fertig wird, hat sich auch schon in Texas herumgesprochen. Aber das mit dem Pergamonaltar nicht. „Darling, wir haben ja solches Glück“, sagt er zu seiner Frau. „Die Leute hier meinen, es könne sogar zehn oder zwanzig Jahre dauern.“

Aber selbst fünf Jahre sind eine lange Zeit. Das finden auch Dorothee Risse und Andreas Bohmann aus Pankow. „Unsere fünfjährige Tochter wird dann zehn sein“, sagt Dorothee Risse. „Und unser elfjähriger Sohn schon sechzehn. Wer weiß, ob er dann noch mit uns ins Museum geht.“ Jetzt ist Tobias jedenfalls Feuer und Flamme: „Wir haben gerade die alten Griechen in Geschichte“, sagt er. Setzt sich die Kopfhörer auf und kann es kaum erwarten, endlich zum Ischtar-Tor zu gehen.

Der Tagesspiegel, [28.09.2014]

 
Jetzt Mall ehrlich
Hunderte kamen zur Eröffnung ins neue Zentrum am Leipziger Platz

Knapp zehn Minuten nach der Eröffnung ging der erste Kunde schon wieder hinaus, fuhr die Rolltreppe hinunter mit einem Fernsehgerät unter dem Arm – der zielstrebigste von allen.
Hunderte kamen zur Eröffnung ins neue Zentrum am Leipziger Platz

Knapp zehn Minuten nach der Eröffnung ging der erste Kunde schon wieder hinaus, fuhr die Rolltreppe hinunter mit einem Fernsehgerät unter dem Arm – der zielstrebigste von allen. Die meisten anderen Besucher der neuen „Mall of Berlin“ am Leipziger Platz gehörten eher zu den Schaulustigen, die ein paar ziellose, aber unterhaltsame und durchaus entspannte Stunden im Shopping-Tempel verbrachten.

Denn dort ging es zumindest am ersten Vormittag überraschend ruhig zu. Exakt um zehn Uhr hatte Mittes Baustadtrat Carsten Spallek die massive Schere gepackt, angereicht auf einem Samtkissen von drei professionell lächelnden, in roten, schulterfreien Abendkleidern bibbernden Grazien.

Dann säbelte er los, schön langsam, damit die Fotografen auch was zu fotografieren hatten, und der Weg war frei. Doch die großzügig eingeteilten Sicherheitskräfte hatten nichts zu tun, die Menge wartete zunächst diszipliniert in der Distanz, und nach nicht einmal einer Minute waren schätzungsweise fünfhundert überwiegend recht junge Neugierige im Inneren verschwunden, wo es dann alsbald aussah wie in einem normalen, gut besuchten Einkaufszentrum, kein Gedränge, keine Wühltischatmosphäre, keine Schnäppchenjagd.

Denn umsonst gab es nichts, und die Sonderangebote waren entweder sparsam dosiert oder – wie bei Saturn – gleich mit dem Hinweis versehen, dass es sie auch in jedem anderen Markt der Kette gebe. Dennoch war es der Elektromarkt, der seiner Funktion als „Ankermieter“ gerecht wurde und anfangs die meisten Besucher anzog, während sich das Interesse an den edleren Bekleidungs- oder Kosmetikgeschäften zunächst auf die Schaufenster konzentrierte – der Berliner liebt das Vertraute.

Das Adlon der Berliner Einkaufspassagen

Und vertraut ist ihm die neue „Mall“ sicher noch nicht. Sie wirkt – zumindest unten und in der 23 Meter hohen Piazza – großzügig, elegant und durchaus stilvoll gestaltet, sozusagen das Adlon der Berliner Einkaufspassagen, Vorbildern in Singapur oder Dubai durchaus ebenbürtig, jedenfalls, was die Gestaltung angeht. Entsprechend drängt sich auch kein Geschäft mit greller Werbung nach vorn, Rabatte werden, sofern es sie überhaupt gibt, sehr dezent angekündigt. Und die beiden halb nackten Jungs mit Sixpack und Badehose, die neben einem gigantischen Blumentopf ausgerechnet für einen Jeansladen posierten, dürften eher untypisch sein für das hier angepeilte Geschmacksniveau. Nur die immer präsente Musikbeschallung nervt, und da und dort wird wohl auch penetrantes Parfüm in die Ladenluft gepustet.

Das Konzept der Mall ist klar. Im Vordergrund stehen die bekannten und in der Stadt schon lange präsenten Umsatzbringer wie H&M, Peek und Cloppenburg, Saturn, Zara und Sport-Scheck. Im Keller unter ihnen findet die Grundversorgung mit Aldi, Kaiser’s und dm statt, ergänzt um ein paar kleinteilige Einzelhändler sowie den Hertha-Fanshop.

Die Ecke zur Wilhelmstraße hin ist das, was Harald Huth, der Boss, den Premium-Bereich nennt; dort geht es mit Marken wie Boss, Patrizia Pepe, Armani Jeans und Karl Lagerfeld etwas weniger volkstümlich zu. Im ersten Geschoss dominieren die oberen Hälften der großen Geschäfte, ergänzt um Bekleidung mittleren Preisniveaus. Auffällig ist, dass die Schuhgeschäfte durchweg der Billigkategorie angehören, „Clarks“ und „Navyboot“ ausgenommen. Auch Bayern München hält hier Hof. Berlin-Premiere, eine der ganz wenigen, feiert der norddeutsche Bekleidungsspezialist Wormland mit einem großen, modisch cool hergerichteten Shop über zwei Etagen.

Der zweite Stock ist der „Foodcourt“, bietet also Imbisskost in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen von McDonald’s über Nordsee bis Thai, durchweg billig und SB. Anspruchsvollere Küche fehlt völlig, genauso wie drunten sämtliche internationalen Imponier-Label – womit viel Luft nach oben bleibt zur Konkurrenz in KaDeWe und Quartier 206.

Am Mittag kam der Hunger. Lange Schlangen vor Falafel und Currywurst, Pizza und Wienerwald-Hähnchen, Leere in eleganten Markenshops. „Praktisch noch nichts verkauft“, sagt eine Mitarbeiterin, „aber das ist normal, die Leute müssen sich erst an uns gewöhnen.“ Dazu ist nun fast pausenlos Gelegenheit, sogar am kommenden Sonntag. Wer nicht am Berlin-Marathon teilnimmt, könnte es also durchaus mit einem Shopping-Marathon versuchen.

Der Tagesspiegel, [26.09.2014]; Simulation: Promo

 
Tacheles für 150 Millionen Euro an Finanzinvestor verkauft
Der Eigentümer hat das ehemalige Kunsthaus an einen Investor verkauft

Das ehemalige Kunsthaus Tacheles hat einen neuen Besitzer.
Der Eigentümer hat das ehemalige Kunsthaus an einen Investor verkauft

Das ehemalige Kunsthaus Tacheles hat einen neuen Besitzer. Nach jahrelangen Querelen verkaufte die Jagdfeld-Gruppe das mehr als 25 000 Quadratmeter große Gelände mit den Gebäuden Friedrichstraße 112a und b und die als ehemaliges Kunsthaus Tacheles bekannten Reste der Friedrichstraßen-Passage an einen internationalen Finanzinvestor: der mit der Perella Weinberg Real Estate (PWRE) verbundenen Fonds will hier nun eine attraktive Neubebauung mit verschiedenen Nutzungen verwirklichen. Der Kaufpreis für das gesamte Areal soll 150 Millionen Euro betragen haben.

„Wir freuen uns, dass wir das Gelände aus dem Dornröschenschlaf holen und hier ein neues Kapitel beginnen können, um einen weiteren Anziehungspunkt in Berlins Mitte zu schaffen“, sagt Léon Bressler, Managing Partner der PWRE.

Man sei überzeugt vom Potenzial der deutschen Hauptstadt und wolle einen Teil der Innenstadt aktiv mitgestalten.

PWRE-Sprecherin Claudia Holfert sagte dem Tagesspiegel, man sei bei den Bebauungsplänen für das lange ungenutzte Areal noch ganz am Anfang, gehe aber von einer gemischten Bebauung aus. So sollten unter anderem Wohnungen, Einzelhandelseinrichtungen aber auch Hotels und Bürogebäude entstehen. Für das ehemalige Kunsthaus sei eine kulturelle Nutzung vorgeschrieben und auch geplant.

Das Tacheles ist die letzte große Freifläche in innerstädtischer Toplage in Berlin. Im Herbst vergangenen Jahres war der Verkauf bereits angekündigt worden. Die letzten Künstler hatten das von ihnen im Jahr 1990 besetzte Areal erst im Juni 2012 verlassen, nachdem ein Urteil des Landgerichts sie zur Räumung des Theatersaals und der Galerieräume gezwungen hatte.

Der Tagesspiegel, [25.09.2014]

 

 

 
Wegen Sanierungsarbeiten fünf Jahre geschlossen

Am Sonntag war der Pergamonaltar noch einmal zu besichtigen, nun wird saniert. Fünf Jahre sollen das dauern. Das Pergamonmuseum ist aber weiter geöffnet.

In der Warteschlange frozzelt es sich besonders gut. „Fünf Jahre, das glaubt doch kein Mensch“, brummt ein älterer Herr. Das Pärchen vor ihm macht sofort mit: „Fünf Jahre voraussichtlich“, sagt der junge Mann grinsend. „Man weeß ja, was det in Berlin bedeutet.“

Mike Briggs aus Texas guckt verständnislos, wird aber sogleich von den Berlinern vor ihm darüber aufgeklärt, dass sie an diesem herrlich sonnigen Sonntag – beileibe kein Museumswetter – alle nur hier anstehen, weil der prächtigste Teil des Pergamonmuseums, der Saal mit dem Pergamonaltar, saniert werden muss und heute zum vorerst letzten Mal betreten werden darf. Und dass die Sanierung fünf Jahre dauern solle, aber man bei Bauprojekten in Berlin ja nie wisse.

Manche befürchten, es könnte 20 Jahre dauern

Mike Briggs nickt verständnisvoll. Dass der Berliner Flughafen nicht fertig wird, hat sich auch schon in Texas herumgesprochen. Aber das mit dem Pergamonaltar nicht. „Darling, wir haben ja solches Glück“, sagt er zu seiner Frau. „Die Leute hier meinen, es könne sogar zehn oder zwanzig Jahre dauern.“

Aber selbst fünf Jahre sind eine lange Zeit. Das finden auch Dorothee Risse und Andreas Bohmann aus Pankow. „Unsere fünfjährige Tochter wird dann zehn sein“, sagt Dorothee Risse. „Und unser elfjähriger Sohn schon sechzehn. Wer weiß, ob er dann noch mit uns ins Museum geht.“ Jetzt ist Tobias jedenfalls Feuer und Flamme: „Wir haben gerade die alten Griechen in Geschichte“, sagt er. Setzt sich die Kopfhörer auf und kann es kaum erwarten, endlich zum Ischtar-Tor zu gehen.

Der Tagesspiegel, [28.09.2014]

 
Hunderte kamen zur Eröffnung ins neue Zentrum am Leipziger Platz

Knapp zehn Minuten nach der Eröffnung ging der erste Kunde schon wieder hinaus, fuhr die Rolltreppe hinunter mit einem Fernsehgerät unter dem Arm – der zielstrebigste von allen. Die meisten anderen Besucher der neuen „Mall of Berlin“ am Leipziger Platz gehörten eher zu den Schaulustigen, die ein paar ziellose, aber unterhaltsame und durchaus entspannte Stunden im Shopping-Tempel verbrachten.

Denn dort ging es zumindest am ersten Vormittag überraschend ruhig zu. Exakt um zehn Uhr hatte Mittes Baustadtrat Carsten Spallek die massive Schere gepackt, angereicht auf einem Samtkissen von drei professionell lächelnden, in roten, schulterfreien Abendkleidern bibbernden Grazien.

Dann säbelte er los, schön langsam, damit die Fotografen auch was zu fotografieren hatten, und der Weg war frei. Doch die großzügig eingeteilten Sicherheitskräfte hatten nichts zu tun, die Menge wartete zunächst diszipliniert in der Distanz, und nach nicht einmal einer Minute waren schätzungsweise fünfhundert überwiegend recht junge Neugierige im Inneren verschwunden, wo es dann alsbald aussah wie in einem normalen, gut besuchten Einkaufszentrum, kein Gedränge, keine Wühltischatmosphäre, keine Schnäppchenjagd.

Denn umsonst gab es nichts, und die Sonderangebote waren entweder sparsam dosiert oder – wie bei Saturn – gleich mit dem Hinweis versehen, dass es sie auch in jedem anderen Markt der Kette gebe. Dennoch war es der Elektromarkt, der seiner Funktion als „Ankermieter“ gerecht wurde und anfangs die meisten Besucher anzog, während sich das Interesse an den edleren Bekleidungs- oder Kosmetikgeschäften zunächst auf die Schaufenster konzentrierte – der Berliner liebt das Vertraute.

Das Adlon der Berliner Einkaufspassagen

Und vertraut ist ihm die neue „Mall“ sicher noch nicht. Sie wirkt – zumindest unten und in der 23 Meter hohen Piazza – großzügig, elegant und durchaus stilvoll gestaltet, sozusagen das Adlon der Berliner Einkaufspassagen, Vorbildern in Singapur oder Dubai durchaus ebenbürtig, jedenfalls, was die Gestaltung angeht. Entsprechend drängt sich auch kein Geschäft mit greller Werbung nach vorn, Rabatte werden, sofern es sie überhaupt gibt, sehr dezent angekündigt. Und die beiden halb nackten Jungs mit Sixpack und Badehose, die neben einem gigantischen Blumentopf ausgerechnet für einen Jeansladen posierten, dürften eher untypisch sein für das hier angepeilte Geschmacksniveau. Nur die immer präsente Musikbeschallung nervt, und da und dort wird wohl auch penetrantes Parfüm in die Ladenluft gepustet.

Das Konzept der Mall ist klar. Im Vordergrund stehen die bekannten und in der Stadt schon lange präsenten Umsatzbringer wie H&M, Peek und Cloppenburg, Saturn, Zara und Sport-Scheck. Im Keller unter ihnen findet die Grundversorgung mit Aldi, Kaiser’s und dm statt, ergänzt um ein paar kleinteilige Einzelhändler sowie den Hertha-Fanshop.

Die Ecke zur Wilhelmstraße hin ist das, was Harald Huth, der Boss, den Premium-Bereich nennt; dort geht es mit Marken wie Boss, Patrizia Pepe, Armani Jeans und Karl Lagerfeld etwas weniger volkstümlich zu. Im ersten Geschoss dominieren die oberen Hälften der großen Geschäfte, ergänzt um Bekleidung mittleren Preisniveaus. Auffällig ist, dass die Schuhgeschäfte durchweg der Billigkategorie angehören, „Clarks“ und „Navyboot“ ausgenommen. Auch Bayern München hält hier Hof. Berlin-Premiere, eine der ganz wenigen, feiert der norddeutsche Bekleidungsspezialist Wormland mit einem großen, modisch cool hergerichteten Shop über zwei Etagen.

Der zweite Stock ist der „Foodcourt“, bietet also Imbisskost in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen von McDonald’s über Nordsee bis Thai, durchweg billig und SB. Anspruchsvollere Küche fehlt völlig, genauso wie drunten sämtliche internationalen Imponier-Label – womit viel Luft nach oben bleibt zur Konkurrenz in KaDeWe und Quartier 206.

Am Mittag kam der Hunger. Lange Schlangen vor Falafel und Currywurst, Pizza und Wienerwald-Hähnchen, Leere in eleganten Markenshops. „Praktisch noch nichts verkauft“, sagt eine Mitarbeiterin, „aber das ist normal, die Leute müssen sich erst an uns gewöhnen.“ Dazu ist nun fast pausenlos Gelegenheit, sogar am kommenden Sonntag. Wer nicht am Berlin-Marathon teilnimmt, könnte es also durchaus mit einem Shopping-Marathon versuchen.

Der Tagesspiegel, [26.09.2014]; Simulation: Promo

 

 
Der Eigentümer hat das ehemalige Kunsthaus an einen Investor verkauft

Das ehemalige Kunsthaus Tacheles hat einen neuen Besitzer. Nach jahrelangen Querelen verkaufte die Jagdfeld-Gruppe das mehr als 25 000 Quadratmeter große Gelände mit den Gebäuden Friedrichstraße 112a und b und die als ehemaliges Kunsthaus Tacheles bekannten Reste der Friedrichstraßen-Passage an einen internationalen Finanzinvestor: der mit der Perella Weinberg Real Estate (PWRE) verbundenen Fonds will hier nun eine attraktive Neubebauung mit verschiedenen Nutzungen verwirklichen. Der Kaufpreis für das gesamte Areal soll 150 Millionen Euro betragen haben.

„Wir freuen uns, dass wir das Gelände aus dem Dornröschenschlaf holen und hier ein neues Kapitel beginnen können, um einen weiteren Anziehungspunkt in Berlins Mitte zu schaffen“, sagt Léon Bressler, Managing Partner der PWRE.

Man sei überzeugt vom Potenzial der deutschen Hauptstadt und wolle einen Teil der Innenstadt aktiv mitgestalten.

PWRE-Sprecherin Claudia Holfert sagte dem Tagesspiegel, man sei bei den Bebauungsplänen für das lange ungenutzte Areal noch ganz am Anfang, gehe aber von einer gemischten Bebauung aus. So sollten unter anderem Wohnungen, Einzelhandelseinrichtungen aber auch Hotels und Bürogebäude entstehen. Für das ehemalige Kunsthaus sei eine kulturelle Nutzung vorgeschrieben und auch geplant.

Das Tacheles ist die letzte große Freifläche in innerstädtischer Toplage in Berlin. Im Herbst vergangenen Jahres war der Verkauf bereits angekündigt worden. Die letzten Künstler hatten das von ihnen im Jahr 1990 besetzte Areal erst im Juni 2012 verlassen, nachdem ein Urteil des Landgerichts sie zur Räumung des Theatersaals und der Galerieräume gezwungen hatte.

Der Tagesspiegel, [25.09.2014]

 
Die Sanierung des Steglitzer Kreisels verzögert sich weiter

Der Steglitzer Kreisel war so gut wie verkauft, um daraus ein exklusives Wohnhochhaus zu machen. Doch jetzt schreibt der landeseigene Liegenschaftsfonds den 118 Meter hohen Turm am Ende der Schloßstraße in Steglitz-Zehlendorf neu aus. Eine überraschende Entscheidung, die einen Rechtsstreit auslöst. Die bundesweit agierende CG Immobilien Gruppe, die den Kreisel zum Wohnhaus umbauen will, hat schon eine Anwaltskanzlei beauftragt, die neue Ausschreibung juristisch zu verhindern.

Der Chef des Unternehmens, Christoph Gröner, warf dem Liegenschaftsfonds vor, vertragsbrüchig zu handeln.

Bereits im Mai 2013 hätten sich die Eigentümer des Kreisels, der Konzern Becker & Kries (Untergeschosse) und das Land Berlin (Hochhaus) mit der CG Gruppe in einer Grundsatzvereinbarung auf den Verkauf verständigt. Bis Dezember 2014 sollten die notariellen Kaufverträge abgeschlossen werden. Die Verhandlungen mit Becker & Kries über den Verkauf der gewerblich genutzten Untergeschosse einschließlich Garagen seien im Juni dieses Jahres erfolgreich beendet worden, teilte Gröner am Mittwoch mit. Er sieht nun auch den Liegenschaftsfonds in der Pflicht, seine Zusagen einzuhalten und versicherte erneut, dass die Finanzierung für das Projekt steht.

Gröner verwies darauf, dass eine Nutzung des Hochhauses durch andere Käufer so gut wie ausgeschlossen sei. Denn alle Parkplätze, viele Zugänge für Rettungsfahrzeuge und die Feuerwehr gehörten zu den Untergeschossen, die der CG Gruppe schon verkauft worden seien. Das mache baurechtliche Genehmigungen für andere Investoren aussichtslos, der Turm ist aus Sicht Gröners „als Einzelteil unverkäuflich“. Er vermutet, dass der Liegenschaftsfonds mit der Neuausschreibung des Kreisels nur den „ursprünglich vereinbarten Kaufpreis“ steigern wolle. Summen nannte er nicht.

Juristisch schlecht vertreten ist die CG Immobilien Gruppe nicht. Für den aktuellen Rechtsstreit hat sie die – auf unternehmensrechtliche Probleme spezialisierte – Kanzlei Lindenpartners beauftragt. Für die Verkaufsverhandlungen ist die renommierte Anwaltskanzlei Knauthe verantwortlich. Der Liegenschaftsfonds bestätigte am Mittwoch lediglich, dass die Verhandlungen mit der CG Gruppe gestoppt worden seien. Angebote für den Kauf des öffentlichen „Teileigentums am Hochhaus“ könnten bis zum 24. November abgegeben werden.

Schon vor einem Monat hatte die Chefin des Liegenschaftsfonds, Birgit Möhring, durchblicken lassen, dass Berlin dem Investor nicht über den Weg traut und dessen finanzielle Bonität in Zweifel zieht. Am Mittwoch wurde dies bekräftigt. „Vorsorglich soll die Durchführung des Investitionsvorhabens durch vertragliche Regelungen abgesichert werden“, teilte der Liegenschaftsfonds mit. „So wird dem Risiko einer städtebaulich unzuträglichen Situation, insbesondere dem Verbleib einer Bauruine oder dauerhaftem Leerstand vorgebeugt.“ In den Verhandlungen mit der CG Gruppe soll das seit 2007 brach liegende Areal hinter dem Bahnhof Zoo als mahnendes Beispiel genannt worden sein. Der Standort für das Pleiteprojekt „Riesenrad“.

Der Tagesspiegel, [24.09.2014]

 

 
In der westlichen Innenstadt werden immer mehr Plätze umgestaltet

Manche Plätze rund um den Kurfürstendamm sind schon neu gestaltet, weitere sollen folgen – doch ob es sich wirklich um Aufwertungen handelt, bleibt umstritten. Aktuell lebt vor allem die jahrelange Auseinandersetzung um die Zukunft des Olivaer Platzes in Wilmersdorf wieder auf: Am Mittwochabend beschäftigte sich der Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Charlottenburg-Wilmersdorf mit mehr als 800 Einwendungen, die Bürger im Bebauungsplanverfahren schriftlich eingereicht hatten.

Zu den Kritikern gehören Anwohner, Händler, die AG City, die IHK und die CDU.

Am Mittwoch startete die Webseite www.olivaer-platz-retten.de. Dahinter stehen der Bundestagsabgeordnete und Ex-Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler sowie Stefan Evers, Stadtentwickungsexperte der Berliner CDU-Fraktion.

Für einen Einwohnerantrag an die BVV wollen die Umbaugegner 1000 Unterschriften sammeln. Ihr Hauptanliegen ist es, die 123 Parkplätze zu erhalten, da Autofahrer große Probleme hätten, ihren Wagen im Kiez am Ku’damm abzustellen. Dagegen beschloss die rot-grüne Mehrheit im Bezirk schon vor zwei Jahren, alle Stellplätze entfernen, um die Grünanlage zu vergrößern.

Möglichst viele Bäume sollen bleiben

An der Sitzung des Ausschusses nahmen mehr als 50 Anwohner teil. Einige verlangten, Baumfällungen in dem „Biotop“ zu vermeiden. „Wir müssen noch mal über den Baumbestand reden“, stimmte Baustadtrat Marc Schulte (SPD) zu, so sahen es auch die Fraktionen der SPD und der Grünen. Bisher ist geplant, 70 der 148 vorhandenen Bäume zu fällen und dafür 85 neue zu pflanzen. Naturgemäß würde es lange dauern, bis diese so hoch wie die alten werden. Beim Streit ums Parken gab es keine Annäherung.

Anwohner forderten eine Bürgerbefragung, die bisherige Beteiligung reiche nicht aus. Das sah Schulte anders, er listete mehr ein halbes Dutzend Bürgerversammlungen und öffentliche Ausschussberatungen in den vorigen vier Jahren auf. Unter anderem seien Entwürfe im Amerika-Haus diskutiert und ausgestellt worden.

Anrainer kündigen Klagen an

Die Kosten des Umbaus nach Plänen des Büros Rehwaldt Landschaftsarchitekten werden auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Das Geld stammt aus dem Senatsprogramm „Aktive Zentren“ und muss bis 2019 ausgegeben sein, sonst verfällt der Anspruch. Die Arbeiten sollen 2015 oder spätestens 2016 beginnen. Zum Konzept gehören ein Café statt des Imbisses an der Konstanzer Straße und ein barrierefreier „Inklusions-Spielplatz“ auf der bisherigen Parkplatzfläche, der auf eine Initiative der Linken-Politikerin Marlene Cieschinger und der Piratenfraktion zurückgeht.

Wann es losgeht, hängt auch von möglichen Gerichtsverfahren ab. Eine Anwaltskanzlei am Olivaer Platz hat angekündigt, gegen den Wegfall der Parkplätze zu klagen. Viele Argumente gegen die Planungen hat außerdem der Anwohner und frühere Berliner Fughafenchef Hans-Henning Romberg gesammelt. „Ich scheue mich nicht, als Privatmann zu klagen“, sagte er.

Mangelnde Grünpflege

Einig waren sich Bürger und Politiker aller Parteien nur darin, dass der Park auf dem Olivaer Platz aktuell in einem beklagenswerten Zustand sei und zu wenig gepflegt werde. Hundekot, Urinlachen und Drogenkonsum gehören zu den oft genannten Problemen. Viele Anwohner bezweifeln, dass ein neuer Park daran etwas ändere. Eine nach heutigen Maßstäben gestaltete Anlage lasse sich aber leichter instand halten als eine aus den 1960er Jahren, sagte Stadtrat Schulte. Zusätzlich wünscht er sich „bürgerschaftliches Engagement wie am Lietzensee oder dem Bundesplatz“.

Einzelne Bürger sprachen sich für die geplanten Umbauten aus: Die jetzigen vielen Ecke und Winkel schreckten Kinder und Mütter ab, nachts traue man sich kaum hindurch.

Das Café am Lehniner Platz lässt auf sich warten

Viele Beschwerden gibt es über den recht kahl wirkenden Lehniner Platz gegenüber der Schaubühne. Im Sommer 2012 kamen ein Brunnen, eine Baumreihe, Sitzbänke und eine Boulebahn hinzu – nicht aber das angekündigte Café, das den Platz beleben sollte. Das sei nicht die Schuld des Bezirks, sagt der Baustadtrat.

Geplant war, dass der Betreiber eines früheren Kiosks das Café baut und betreibt. Der Unternehmer sehe sich dazu nicht mehr in der Lage und sei nach Kenntnis der Bezirks pleite, sagt Schulte. Denkbar sei eine Neuausschreibung. Alternativ könnten umliegende Lokale im Sommer Gäste auf dem Platz bewirten.

Friedhofsähnliche Stelen

Viel Kritik hatte es schon nach der Neugestaltung des Mittelstreifens der Tauentzienstraße mit leicht zu pflegenden, aber eintönigen Eibenbeeten gegeben. Tagesspiegel-Leser beschwerten sich außerdem über den ehemaligen Rankeplatz, der seit 2012 Friedrich-Hollaender-Platz heißt. Die neue Gestaltung mit Steinstelen erinnert manche Passanten an einen Friedhof oder das Holocaust-Mahnmal in Mitte. Immerhin gebe es nun einen Brunnen, heißt es dazu vom Bezirk.

Am neuen Urania-Vorplatz fehlt noch was

Vor der Schöneberger Urania wundern sich Passanten unterdessen, warum für 500 000 Euro aus dem Plätzeprogramm des Senats nur eine Asphaltfläche mit eingelassenen goldenen Linien entstanden ist, die als Symbole für die Wissenschaft gedacht sind. Der Tempelhof-Schöneberger Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) weist darauf hin, dass der neue Urania-Vorplatz noch nicht fertig sei, auch wenn er Anfang September feierlich eröffnet wurde. Laut Krüger kommen bald noch vier Bäume und zwei Sitzbänke hinzu.

Urania-Geschäftsführer Ulrich Bleyer lobt die Neugestaltung, weil man den Platz nun mit Sonderveranstaltungen „bespielen“ könne. Zwischen den früheren kleinen Beeten sei das kaum möglich gewesen.

Der Tagesspiegel, [25.09.2014]; Simulation: Promo

 
Erleben Sie besonderes Flair in Dirndl und Lederhosen in der Palace Wies’n Lounge

"O´zapft is" gibt es längst nicht nur in München, sondern auch das Hotel Palace Berlin holt ein Stück Oktoberfest in die Hauptstadt.

Erleben Sie besonderes Flair in Dirndl und Lederhosen mit kleinen bayerischen Schmankerln und Getränken in der Palace Wies’n Lounge.

Original Münchner Weißwurst, hausgemachter Obazda, Bretz’n, Allgäuer Büble Bierspezialitäten und bayerische Festmusik dürfen natürlich nicht fehlen. Verweilen Sie mit Festbier oder einem Gläschen Champagner mitten im Zentrum der City West.

Vom 20. September bis 5. Oktober 2014
Täglich geöffnet von 10 bis 21 Uhr

Weitere Informationen unter 030 2502-0 oder unter hotel@palace.de.

 
Promotion im Oktober Mövenpick Hotel Berlin

Der Oktober steht ganz im Zeichen der "Ostalgie". Wir lassen im Hof zwei die beliebtesten Klassiker der DDR-Küche in neuen Kreationen für Sie aufleben.

Genießen Sie zum Beispiel klassische Soljanka mit Sauerrahm oder Ragout fin von der Wachtel mit gegrilltem Tramezzini, Worchester-Sauce und Cheddar.

Das Hof zwei wünscht Ihnen guten Appetit!

 

 
Rund um den Kurfürstendamm verändert Berlin sein glänzendes Gesicht

An schmissigen Schlagzeilen über den Kurfürstendamm mangelt es gerade mal wieder nicht – und viele davon zeigen, wie begehrt das Zentrum der westlichen Berliner Innenstadt ist. Rund um Karstadt ist ein Shoppingcenter geplant, für das Ku’damm-Karree mit den zwei Boulevardtheatern interessieren sich neue Investoren, und am östlichen Ende der 3,5 Kilometer langen Straße entsteht das Hochhaus „Upper West“.

Die AG City will sogar die Tauentzienstraße nebenan in Kurfürstendamm umbenennen, blitzt damit jedoch bei Bezirkspolitikern ab.

Alle reden vom neuen Aufschwung des Ku’damms, dessen Entwicklung wir jetzt noch ausführlicher im Ku’damm-Blog zeigen.

„Der Ku'damm ist moderner und internationaler denn je“

Vor allem für die vielen Luxusläden ist der Ku’damm bekannt – auch unter Gangstern, die soeben einen Geldtransporter am Apple-Store und einen Juwelier am Olivaer Platz beraubten. Spitzenmieten für Geschäfte sind auf 300 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Einen „rasanten“ Aufschwung der „absoluten Top-1A-Lage“ sieht die Immobiliengesellschaft CBRE. Der Ku’damm habe „eine traumhafte Entwicklung genommen“ und sei „moderner und internationaler denn je“, findet Klaus-Jürgen Meier, Vorsitzender der AG City.

Etwa 3,76 Millionen Treffer zeigt die Internet-Suchmaschine Google für Berlin und den Kurfürstendamm an – weit mehr als die 2,17 Millionen für die Friedrichstraße in Mitte, von der früher oft behauptet wurde, sie überflügele den angeblich verstaubten alten Westen. Das war aber nie so, wie auch Passantenzählungen von Maklerfirmen bewiesen.

Schaufenster des Westens

Allerdings schließen fast alle Läden um 20 Uhr, und danach ist wenig los. Die größten Menschenmassen hat es in den 1990er Jahren bei der Love Parade gegeben – und beim Mauerfall am 9. November 1989, als das Kranzler-Eck der Sehnsuchtsort vieler Ost-Berliner war. „Schaufenster des Westens“ hießen Ku’damm und Tauentzienstraße in den Zeiten des Kalten Krieges.

Rundum werden immer mehr Wohnungen gebaut

Auch als Wohngegend ist die Umgebung einer der gefragtesten Orte Berlins, vor allem südlich des Ku’damms gab und gibt es viele Neubauten. So legt die Sanus AG am Donnerstag den Grundstein für 221 Wohnungen an der Seesener Straße nahe dem S-Bahnhof Halensee. Im Haus Cumberland und in der Emser Straße entstanden Luxuswohnungen. Die Kleingartenkolonie an der Württembergischen Straße musste mehr als 200 Wohnungen weichen. An der Lietzenburger Straße entstehen die „Charlottenhöfe“ mit 75 Wohnungen und „Concierge- und Butler-Service“. Nur einen Steinwurf entfernt wächst das „Quartier Pariser Straße“ mit 43 Wohnungen an der Stelle der früheren Disko „Madow“ am Olivaer Platz heran. All diese Projekte richten sich an eine zahlungskräftige Klientel.

Der Charlottenburg-Wilmersdorfer Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte (SPD) lobt die Vielfältigkeit des Ku’damms, der eine Flaniermeile geblieben sei. „Man möchte auf den Plätzen sitzen“, deshalb plane der Bezirk eine Neugestaltung des Joachimsthaler Platzes.

Bei jeder Fußball-WM rollt der Autokorso

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft rollte nach jedem Sieg der deutschen Elf ein langer Autokorso über den Boulevard, der spätestens seit der Fußball-WM 2006 eine inoffizielle Festmeile der Fans ist. Besonders groß ist das Gehupe und Gedränge stets an der Ecke Joachimsthaler Straße vor dem Neuen Kranzler-Eck. Dieser vom Architekten Helmut Jahn entworfene Glaspalast galt nach der Eröffnung im Jahr 2000 als wegweisend für viele weitere Projekte.

Junge Menschen lockt abends wenig

Junge Leute zieht es fast nur tagsüber an den Ku’damm, wo sich Modefilialisten nahe der Gedächtniskirche angesiedelt haben. Die Clubszene dagegen hat sich weitgehend verabschiedet. Zu den wenigen Ausnahmen zählen die „Puro Sky Lounge“ im Europa-Center sowie „Maxxim“, „First“ und „Q-Dorf“ an der Joachimsthaler Straße. Szenekenner der Berliner „Club Commission“ glauben nicht an ein größeres Comeback – dafür seien die Mieten zu hoch.

Nachtschwärmer freuen sich daher über jeden neuen Treffpunkt in der Nähe. Ein Beispiel ist die „Monkey Bar“, die Anfang dieses Jahres im zehnten Stock des Hotels „25hours“am Zoo eröffnete. Der Andrang ist so groß, dass oft Türsteher den Einlass regeln.

Das gastronomische Leben spielt sich vor allem in Seitenstraßen ab

Ältere Berliner vermissen Institutionen wie die Cafés Möhring und Kranzler, Letzteres ist auf seine kleine Rotunde geschrumpft. Die Kaffeekränzchen-Ära scheint vorbei, auch wenn es einige Cafés am Straßenrand gibt – etwa das „Einstein“ am George-Grosz-Platz, „Wohlfahrt’s & Dressler“ im Ku’damm-Karree oder die „Brasserie Le Paris“ im Maison de France. Einem klassischen Kaffeehaus gleicht am ehesten das Ende 2012 eröffnete „Grosz“ im Haus Cumberland mit acht Meter hohen Decken, Jugendstilsäulen und Marmorboden.

Noch immer finden viele Touristen, es gebe zu wenig Gastronomie. Die Lösung scheint jedoch einfach: Man muss nur ein paar Schritte in die Seitenstraßen gehen, wo sich ein Lokal ans nächste reiht.

Menschenschlangen sind abends vor dem Theater und der Komödie am Kurfürstendamm zu sehen. Von den einst zahlreichen Kinos ist dagegen fast keines mehr übrig, in bekannten früheren Spielstätten der Berlinale verkaufen heute Modeläden. Direkt am Boulevard gibt es noch die Astor Film Lounge und das Cinema Paris im Maison de France. Nicht weit entfernt hat Ende 2013 der modernisierte große Zoo-Palast eröffnet, in dem auch wieder die Berlinale gastiert.

In Halensee sind die Menschenströme nicht angekommen

Ruhig geht es im westlichen Straßenteil in Halensee zu, wo der Rathenauplatz das Ende bildet und Wolf Vostells „Beton-Cadillacs“ an den „Skulpturenboulevard“ im Jahr 1987 erinnern. Am S-Bahnhof Halensee hat Ende 2013 ein großer neuer Baumarkt ein eigenes Zeichen gesetzt. Mehrere andere Läden und Lokale im Bereich bis zur Schaubühne am Lehniner Platz stehen leer.

Die Prachtstraße geht auf Bismarck zurück

2011 hatten die Anlieger des Ku’damms dessen 125. Geburtstag gefeiert. Eigentlich ist er viel älter: Kurfürst Joachim II hatte um 1542 einen Reitweg anlegen lassen. Aber erst Otto von Bismarck regte den Ausbau zur 53 Meter breiten Prachtstraße an, zu der ursprünglich noch die heutige Budapester Straße gehörte. Als Geburtstag des Boulevards gilt der 5. Mai 1886, als die erste Dampf-Straßenbahn fuhr. 2016 könnte die AG City das 130. Jubiläum feiern. Ob es wieder ein großes Fest gibt, ist noch offen. Flaniert wird hier sowieso jeden Tag.

Der Tagesspiegel, [24.09.2014]; Simulationen: Promo

 
Mall of Berlin öffnet - mit Staus ist zu rechnen

Wer am heutigen Mittwochabend zur Eröffnungsgala in die Mall of Berlin am Leipziger Platz möchte, sollte einige Anreisezeit einplanen – jedenfalls, wenn es mit dem Auto dorthin geht. Denn Medienvertreter werden dort spätestens ab 19 Uhr aufbauen, und um 21 Uhr werden rund 10 000 Gäste zur Pre-Opening-Party erwartet, darunter auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Laut Polizei sowie der Verkehrslenkung hat der Betreiber des neuen großen Einkaufszentrums aber keine Straßensperrungen oder Ähnliches beantragt.

100 000 Premierenkäufer erwartet

Immerhin wurde die Senatsverkehrslenkung vorgewarnt, dass für die Zeit von 18.30 Uhr bis 24 Uhr mit großem Betrieb zu rechnen ist.

Noch mehr an- und abfahrende Kraftfahrzeuge werden sich wohl am Donnerstag rund um die Leipziger Straße stauen, wenn die „Mall of Berlin“ offiziell um 10 Uhr öffnet. Bei der Verkehrslenkung sind rund 100 000 Besucher avisiert, die Verkehrsfachleute haben aber sicherheitshalber schon mal notiert, „dass die Besucherzahl unkalkulierbar“ sei. Bei Bedarf werde man „spontan reagieren müssen und verkehrslenkend eingreifen“, hieß es.

Fitnessstudio, Hotel, Wohnungen

Gleichzeitig mit der „Mall of Berlin“, dessen Eröffnung sich verzögerte, macht ein Fitnessstudio der Marke „Hard Candy“ auf, die Eröffnung eines „Motel One“-Hotels verzögert sich dagegen wegen eines Wasserschadens. Außerdem entstehen 270 Wohnungen. Hinsichtlich der Zahl der Läden und Lokale wird das Einkaufszentrum das größte Berlins. Nur bei der Verkaufsfläche liegt es mit 76 000 Quadratmetern hinter den Neuköllner Gropius-Passagen mit 85 000 Quadratmetern. Mit den geplanten Kernöffnungszeiten montags bis sonnabends von 9 bis 22 Uhr soll in der Mall of Berlin so lange verkauft werden wie in keinem anderen Zentrum. Die Eröffnung sollte zuletzt im Mai stattfinden.

Der Tagesspiegel, [24.09.2014]; Foto: Promo

 
40.004 Läufer sind beim 41. Berlin-Marathon am Start

Nicht der beste Internetzugang hat entschieden, sondern das Glück. Wenn am kommenden Sonntag auf der schnellsten Marathon-Strecke der Welt 40.004 Läufer an den Start gehen, sind 31.000 von ihnen mit einer Art Glücksfaktor unterwegs. Sie haben ihre Startplätze erstmals durch einen Losentscheid erhalten.

Der Veranstalter SCC Events hat dieses Verfahren eingeführt, weil die verfügbaren Startplätze für den vorherigen Jubiläums-Marathon binnen dreieinhalb Stunden im Internet ausgebucht waren. Bei der Verlosung unter 74707 Bewerbern hatten alle die gleiche Chance, sagt SCC-Geschäftsführer Jürgen Lock.

Die Berliner Sportler schneiden sogar etwas besser ab. Während die Zahl der Starter aus Deutschland mit mehr als 17.000 konstant blieb, ist der Anteil der Berliner auf rund 6500 gestiegen, sonst waren nur etwa 5500 Hauptstädter am Start. Unter den insgesamt 130 Nationen stellen die Dänen mit 3500 Sportlern die zweitstärkste Fraktion, dann folgen die Briten mit 3000.

Erstmals gibt es im Netz auch eine interaktive Karte, auf der die Starter Informationen zum Lauf finden, Zuschauer etwas über die 80 Bands an der Strecke erfahren und die Berliner sehen können, ab wann welche Straße gesperrt ist. Am Donnerstag beginnen die Sperrungen auf der Straße des 17. Juni.

Berliner Zeitung, [22.09.2014]

 
Auch bei Dussmann können Sie unter dem Motto "Unsere kreativste Nacht des Jahres" mitmachen

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr geht die deutschlandweite Lange Nacht des Selbermachens von Dawanda, dem Online-Marktplatz für Handgemachtes und Design, in die zweite Runde. Auch im KulturKaufhaus können Sie unter dem Motto "Unsere kreativste Nacht des Jahres" mitmachen: Greifen Sie gemeinsam mit zwei DIY-Expertinnen und Gräfe und Unzer-Autorinnen zu Ihren Werkzeugen und stellen Sie mit Kreativität und Einfallsreichtum Selbstgemachtes her!

18:00 - 20:00 Uhr: Lieblingsstücke für den Hund Lieblingsstücke für den Hund

Hundespielsachen gibt es viele - aber über einen selbstgehäkelten Donut wird sich Ihr Hund besonders freuen. Tesca Jahns zeigt Ihnen, wie Sie diese Donuts häkeln. Bitte bringen Sie eine Häkelnadel in der Stärke 3,5 oder 4sowie eine Wollnadel zum Vernähen mit. Für das Material bringen Sie bitte € 2,50 Euro/ Donut mit.

20:00 - 22:00 Uhr: Kuschelkissen für Einsteiger und Strickfans

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Kuschelkissen für Ihr Sofa? Am Besten richtig weich und selbstgemacht! Anne Köhler zeigt Ihnen, wie Sie dieses schöne Kreuzperlkissen stricken. Bitte bringen Sie 5 x 50g reine Wolle (Lauflänge 40 m, z. B. Ragazza Lei von Lana Grossa in der Farbe Stucco), eine Stricknadel in der Stärke 10 sowie eine Wollnadel zum Vernähen mit.

>> hier können Sie sich anmelden

 
Berlin beinahe Schlusslicht in bundesweiter Arbeitslosenstatistik

Laut Arbeitslosenstatistik vom August 2014 verfehlt Berlin den letzten Platz im Bundesländer-Ranking nur um 0,1 Prozent und liegt somit mit 11,1 Prozent Arbeitslosenquote nur knapp vor Bremen. Umfragen haben ergeben, dass von all denen, die Arbeit haben rund jeder zweite unzufrieden mit seinem Job ist.

Unter der Schirmherrschaft des JobPoint Charlottenburg-Wilmersdorf veranstalten die Wilmersdorfer Arcaden am Donnerstag dem 25. September 2014 von 10:00 bis 20:00 Uhr eine ganz besondere Jobmesse. Unter dem Titel "Shop a Job!" haben interessierte Berlinerinnen und Berliner die Möglichkeit direkt auf ihren potenziellen neuen Arbeitgeber zu treffen, Fragen zu stellen, sich beraten zu lassen und vor Ort ihre Bewerbungsunterlagen abzugeben.

Auf dem "Marktplatz" in den Wilmersdorfer Arcaden präsentieren sich insgesamt 49 regionale und internationale Unternehmen. Vom Bäcker über den Friseursalon und Pflegedienst bis hin zum TÜV Rheinland und zu McDonalds sind viele unterschiedliche Branchen vertreten.

 

 
Das Gefühl von "Savoir-Vivre“ und der Ursprung der französischen Küche bleibt bestehen

Nach einer mehrmonatigen und umfangreichen Umgestaltung eröffnete das Restaurant Le Faubourg kürzlich nicht nur mit einem veränderten Interior-Design, sondern auch mit einem ganz neuen gastronomischen Konzept!

Weiterhin bestehen bleibt das Gefühl von "Savoir-Vivre" und der Ursprung der französischen Küche, für das auch schon die "Brasserie" bekannt war. Unter der Leitung von Chef de Cuisine Felix Mielke wird die Interpretation der französischen Küche allerdings noch deutlicher spürbar. Beginnend mit den "Starters to Share" können Sie auf eine einfache und unkonventionelle Weise Ihr gemeinsames Abendessen beginnen.

Bei den Hauptgängen haben Sie stets die Wahl zwischen den traditionellen Zubereitungsweisen und den jeweils modernen Interpretationen des Gerichts. Der Schwerpunkt liegt hier weiterhin auf französischen Gerichten mit regionalen und saisonalen Produkten. Die den Jahreszeiten angepasste Karte bietet auch weiterhin zum Lunch wechselnde Gerichte an, die der neuen Philosophie des Restaurants entsprechen.

Die neue Karte des Restaurants können Sie hier entdecken:

Ein weiteres Highlight ist das überarbeitete Sortiment der Weine, das die Kreationen von Felix Mielke komplementiert. Der jüngste Sommelier Deutschlands, Mathias Brandweiner, berät über die außergewöhnlichen Weine, die vor allem von deutschen und französischen Winzern mit kleinen Familienbetrieben stammen.

Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie das neue Le Faubourg - Maître Robert Skala und das Le Faubourg Team freuen sich auf Sie!

Gerne nehmen wir Ihre Reservierung online oder unter der Nummer 030 800 999 7700 entgegen.

Restaurant Le Faubourg
Augsburger Straße 41
10789 Berlin
030 800 999 7700

 
Drei schwer bewaffnete Maskierte konnten am Sonnabend eine Geldkassette erbeuten und fliehen

Einen Tag nach dem Überfall auf einen Geldtransporter vor dem Apple-Geschäft auf dem Kurfürstendamm fehlt von den Räubern jede Spur. Drei bewaffnete Maskierte hatten am Sonnabend einen Geldbehälter erbeutet und waren anschließend in einem Citröen geflüchtet. Das Auto wurde zwanzig Minuten später in der Bundesallee ausgebrannt aufgefunden. Die Polizei weiß inzwischen, dass die Kennzeichen des Fluchtautos gestohlen waren. Nähere Einzelheiten wurden nicht bekannt. Die Ermittler des Landeskriminalamtes sind gegenwärtig dabei Spuren auszuwerten und Zeugenaussagen zu überprüfen.

So will eine Frau gesehen haben, wie ein Mann kurz vor dem Feuer aus dem Citröen ausgestiegen und in ein anderes weißes Auto eingestiegen ist, das in Richtung Stadtautobahn davon fuhr. Über die Ergebnisse der Auswertung von Handyfotos, die von Zeugen gemacht wurden, äußerte sich die Polizei am Sonntag nicht. Da sei man erst am Anfang, hieß es im Landeskriminalamt. Bislang steht fest, dass gegen 17.50 Uhr vier Maskierte in dem Citröen gegenüber des Apple-Geschäfts anhielten. Drei Männer stiegen aus und liefen zu dem gepanzerten gelben VW-Transporter. Als der Geldbote mit dem Behälter aus dem Geschäft kam, drängten ihn die Täter in den Transporter, stahlen den geladenen Revolver und entrissen ihm den Geldbehälter. Anschließend flüchteten die Männer in ihrem Auto über die Meinekestraße zur Bundesallee.

Großer Ansturm auf das iPhone 6

Verletzt wurde bei dem Überfall niemand. Zur Höhe des Schadens sowie zum Überfall selbst äußerte sich Apple nicht. In der Filiale wird seit vergangenem Freitag unter großem Ansturm das neue iPhone-Modell verkauft. Die Höhe des Schadens sei sechsstellig, vermuten Sicherheitsleute. Nicht ohne Grund würden Spezialfirmen den Transport des Geldes übernehmen.

Indes beschäftigen sich die Ermittler mit der Frage, warum der Geldbote im Laden allein unterwegs war und nicht von seinem Kollegen begleitet wurde. Marcel Kuhlmey, Professor für Polizei und Sicherheitsmanagement an der Hochschule für Wirtschaft und Recht, sagte am Sonntag, dass es in solchen Fällen bundesweite Regeln gebe, die in Unfallvorschriften für Wach- und Sicherungsdienste zusammengefasst sind.

Überfall dauerte nur wenige Minuten

Demnach kann ein Wachschützer allein das Geld transportieren, wenn der Behälter besonders gesichert ist. Unklar ist, warum dessen Kollege, der im Transporter saß, nicht einschritt. Möglicherweise, so Ermittler habe er den Raub nicht mitbekommen, weil er zum einen in der vom Transportraum getrennten Fahrerkabine saß und zum anderen, weil der Überfall nur wenige Minuten dauerte. Vielleicht wollte er sich auch nicht in Gefahr bringen, sagte ein Fahnder.

Ob der Behälter wie üblich mit Farb- oder Gaspatronen ausgerüstet war, wurde nicht bekannt. Zündet eine Patrone, ist das Geld wertlos. Die Technologie sei sehr fortgeschritten, sagen Fachleute. Deshalb hat die Zahl solcher Überfälle stark abgenommen. 2013 registrierte die Polizei zwei Fälle. Einer ereignete sich am 30. Dezember. Zwei maskierte Täter hatten in der Tauentzienstraße vor dem Modehaus Peek&Cloppenburg einen Geldtransporter überfallen. Ihr Fluchtauto wurde später brennend in der Wexstraße gefunden.

Möglicherweise waren es die selben Räuber.

Berliner Zeitung, [21.09.2014]

 
Gottesdienst ist Teil der Predigtreihe zum evangelischen Themenjahr Reformation und Politik

Wolfgang Schäuble MdB, Bundesminister der Finanzen, predigt am Sonntag, den 28. September 2014 um 18:00 Uhr in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Berlin. Reformation und Politik lautet das Thema des Gottesdienstes mit Pfarrerin Cornelia Kulawik. Schäuble beschäftigt sich mit der Frage, wie die individuelle Freiheit des Menschen als eine Folge der Reformation auch im 21. Jahrhundert bewahrt werden kann.

Schäuble macht deutlich, dass diese Freiheit in vielen Regionen dieser Welt erneut durch Krieg, Gewalt, Unterdrückung und Diktatur gefährdet ist. Gleichzeitig hätten Globalisierung und Digitalisierung zu einem Grad an Freiheit geführt, der diese wiederum selbst zu gefährden scheine. Beides zeige einmal mehr: Der Mensch brauche Regeln, einen Rahmen für sein Handeln. Nur dann könne Freiheit auch Verantwortung für sich und seinen Nächsten sein. Ohne diese Verbindung könne es keine wirkliche Freiheit und kein Zusammenleben in Frieden geben, entfaltet Schäuble.

Der Gottesdienst ist Teil der Predigtreihe zum evangelischen Themenjahr Reformation und Politik. Von Anfang an hat die Reformation auch politisch gewirkt. Martin Luther und die anderen Reformatoren bestimmten den Charakter und die Aufgaben von politischer Gewalt und Kirche neu. Ihre Einsichten haben kulturelle Spuren hinterlassen, die bis heute gesellschaftliche Relevanz entfalten. Das Verständnis von Bildung als staatlicher Aufgabe oder eine Neubewertung der Rechtsstellung der Frau gehen auf die Reformation zurück.

In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Berlin predigen dazu einmal im Monat Vertreterinnen und Vertreter verschiedener politischer Parteien mit evangelischem oder katholischem Hintergrund. In den kommenden Monaten werden Wolfgang Thierse MdB und Konstantin von Notz MdB erwartet.

 
Die Jury der Berlin-Partner zeichnet Roel Lintermans vom "Les Solistes by Pierre Gagnaire" zum "Berliner Meisterkoch 2014" aus

Mancher Koch hat es nicht leicht, sich ein eigenes Profil zuzulegen und damit auch bekannt zu werden. So mag es Roel Lintermans gehen, dem Küchenchef im „Les Solistes“ in Berlin – denn er arbeitet dort als Statthalter des berühmten Pariser Küchenchefs Pierre Gagnaire. Doch Lintermans hat trotzdem nur ein gutes Jahr gebraucht, um sich auf dem umkämpften Berliner Markt einen eigenen Namen zu machen; inzwischen raunen viele, die Solistes-Küche sei durchaus besser, wenn Lintermans selbst kocht und nicht, was manchmal vorkommt, seinem Herrn und Meister den Vortritt am Herd lässt.

Nun wurde Roel Lintermans von der Jury der Berlin-Partner zum „Berliner Meisterkoch 2014“ gewählt, und das gegen hochkarätige Konkurrenz. Er sei „wahrhaft in Berlin angekommen“, heißt es in der Laudatio, die der Juryvorsitzende Stefan Elfenbein am Mittwoch der Presse vorstellte, „gekonnt, kunstvoll und ausgesprochen mutig kombiniert er intensivste Aromen und ungewohnte Texturen.“ Das Restaurant im Hotel Waldorf-Astoria am Zoo ist seit dem vergangenen Herbst mit einem Michelin-Stern und 16 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet. Lintermans hatte vor seinem Wechsel nach Berlin für Gagnaire das Londoner „Sketch“ geleitet. „Der Titel ‚Berliner Meisterkoch‘ bedeutet mir sehr viel, vor allem“, sagte Lintermans, „weil ich in Berlin eine zweite Heimat gefunden habe.“

Zum „Aufsteiger des Jahres“ wählte die Jury Marcus Zimmer vom neu eröffneten Restaurant im Hotel am Steinplatz. Er wird gelobt für seine Konsequenz im Umgang mit deutscher und Berliner Küche. Dies zeige, „dass Berlins neue Genussgeneration auch mit Stolz mit den eigenen kulinarischen Wurzeln umgehen kann“.

Die Auszeichnung für den „Brandenburger Meisterkoch“ geht diesmal wieder nach Potsdam, und zwar an Carsten Rettschlag, schon länger Küchenchef, nun aber auch Besitzer des „Juliette“ in der Altstadt. Er habe durch sein Spiel mit besten lokalen Produkten eine eigene Handschrift ausgearbeitet, die seine Küche unverkennbar mache, hieß es.

„Berliner Szenerestaurant“ des Jahres wurde das „The Grand“ in der Nähe des Alexanderplatzes, das sich laut Laudatio jeden Tag vom Ort für den Business-Lunch bis zum ausgelassenen Club mit Bar wandele und mit der dennoch unverkennbaren Küchenhandschrift von Tilo Roth beeindrucke.

Außerdem vergab die Jury wie jedes Jahr den Titel „Berliner Gastgeber“, der an Peter Frühsammer ging, einen guten alten Bekannten, der schon in den 80er Jahren als Sternekoch erfolgreich war und nun die Gerichte seiner Frau Sonja an den Gast bringt. „Man fühlt sich als Gast schlichtweg an die Hand genommen“, urteilte Jury-Leiter Elfenbein.

Fehlt noch was? Tim Raue, natürlich. Der einzige international bekannte Berliner Küchenchef ist der „gastronomische Innovator“ des Jahres, ein Titel, den die Jury noch über den „Meisterkoch“ stellt. Raue, im Moment Herr über drei Restaurants, trat dem möglichen Eindruck entgegen, dies sei eine Art Lebenswerk-Auszeichnung. Er möchte, so kündigte er an, bis 2018 jedes Jahr in der Stadt ein weiteres Restaurant eröffnen, und immer eine Nische besetzen. „Tim Raue“ in Kreuzberg, „Sra Bua“ im Adlon und das „Soupe populaire“ in der Bötzow-Brauerei laufen bestens, die Weddinger „Factory“ soll im November kommen. Das nächste könnte schlicht und echt kantonesisch sein.

Der Tagesspiegel, [10.09.2014]

 
Jeden Sonntag von 15:00 bis 19:00 Uhr ausgelassen tanzen

Dancing@Palace ist gut erholt aus der Sommerpause zurück und freut sich ab 14. September 2014 wieder mit Ihnen das Tanzbein zu schwingen.

Jeden Sonntag von 15:00 bis 19:00 Uhr ausgelassen tanzen und gleichzeitig einen Afternoon Tea mit Sandwiches, Scones, Marmelade und Clotted Cream genießen. Nach einem prickelnden Sekt sorgt DJ Jan-Paul mit vielseitiger Musik für gute Stimmung. Also runter vom Sofa, rauf aufs Parkett!

Vorkasse € 33 p.P. / vor Ort € 39 p.P.
Inkl. Sekt zur Begrüßung & Afternoon Tea

Tickets unter 030 2502 1126 oder unter a.vos@palace.de

 
Cocktails aus Plastikbechern, Currywurst und Kebap - auf den Brachen am Checkpoint Charlie herrscht das ganze Jahr Rummel

Bis Ende des Jahres sollen die Fressbuden auf den Brachen am Checkpoint Charlie verschwinden – damit dem Bau von Geschäftshäusern an der Friedrichstraße durch einen neuen Investor nichts mehr im Wege steht. Die irischen Grundeigentümer, die Mitte der 2000er Jahre Anteile an den Brachen erworben aber ihre Baupläne nie realisiert hatten, wollen die Flächen nun verkaufen. Und die große Nachfrage nach Häusern in Berlin wird Marktexperten zufolge dazu führen, dass der Käufer die Baulücken unverzüglich füllt.

Bezirk will "unangemessenes Provisorium" loswerden

Baustadtrat Carsten Spallek begrüßte, dass endlich etwas passiert auf den Bauflächen, die seit 20 Jahren brach liegen und will einem Investor keine Hürden in den Weg stellen.

Im Gegenteil, Spallek ärgert das „unangemessene Provisorium“ an dem geschichtsträchtigen Ort, wo sich auf dem Höhepunkt des kalten Krieges russische und amerikanische Panzer östlich und westlich des Kontrollpunktes schussbereit gegenüber standen. Der Baustadtrat hofft, dass die in den Baulücken zurzeit aufgestellten Cocktailbuden und Wurststände möglichst rasch „einer dauerhaften Nutzung durch richtige Gebäude“ weichen.

Keine Hürden für Baupläne

Für die Grundstücke besteht Spallek zufolge Baurecht nach „Paragraf 34“. Soll heißen: Ein Investor, der die Lücken mit Wohn- und Geschäftshäusern auffüllt, die sich in Höhe und Proportionen an den umgebenden Bauten orientiert, kann zügig mit einer Genehmigung rechnen.

9000 Quadratmeter wollten Verkäufer bauen

Dass rund sieben Jahre nach dem Einstieg der Iren und ihrer Ankündigung, am Checkpoint zwei Neubauten mit einer Fläche von rund 9000 Quadratmeter zu errichten, nun neue Hoffnung aufkommt, hängt mit dem bevorstehenden Rückzug der verhinderten Entwickler zusammen. Diese hatten der Irish Times gegenüber erklärt, sich auf ihre Geschäfte in Großbritannien zu konzentrieren und dass wegen des Booms am Berliner Grundstücksmarktes die Zeit reif sei für den Verkauf der Grundstücke.

Ganz ohne Druck der mächtigen „Nama“-Bank dürfte dies nicht geschehen: Das Geld, mit dem die Entwickler das Bauland erwarben, steht heute als Schulden in den Büchern der irischen „Bad Bank“ für Not leidende Kredite. Die hofft durch den Verkauf die Altschulden wieder hereinholen zu können.

Senat hält an Museumsplänen fest

Der Senatsverwaltung für Kultur ist die Verkaufsabsicht bekannt. An Plänen für ein „Museum des Kalten Krieges“, für das Räume in den dort geplanten Neubauten gemietet werden sollen, hält man fest: Das Museum „ist nach wie vor politischer Wille“. In „förmliche Verhandlungen“ können man „aber erst mit dem letztlichen Erwerber des Grundstückes“ eintreten, so Sprecher Günter Kolodziej. Im Mauermuseum, zurzeit noch Anlaufpunkt vieler Berlin-Besucher, ist man nicht überrascht über die Verkaufsabsichten: „Das hört man immer mal wieder“. sagte Chefin Alexandra Hildebrandt. Bei den Plänen für ein Museum des Kalten Krieges steht sie außen vor: „Die Person von Frau Hildebrandt und ihr Museum spielen in diesem Gesprächsprozess keine Rolle“, hieß es bei der Kulturverwaltung.

Der Tagesspiegel, [09.09.2014]

 

 
Die Arbeitsgemeinschaft City schlägt vor, den 500 Meter langen Boulevard zwischen Breitscheid- und Wittenbergplatz in Kurfürstendamm umzubennen

Sie ist Berlins Einkaufsstraße Nummer eins mit den meisten Passanten und den höchsten Ladenmieten – nur der Name der Tauentzienstraße ist viel weniger bekannt als der anschließende berühmte Ku’damm. Viele Touristen ordnen etwa das KaDeWe irrtümlich dem Kurfürstendamm zu. Das will die Arbeitsgemeinschaft City mit einer überraschenden Idee ändern: Wie der Tagesspiegel erfuhr, setzt sich der Anrainerverein für die Umbenennung der Tauentzienstraße in Kurfürstendamm ein.

„Die meisten Besucher glauben sowieso, dass die Straße zum Ku’damm gehört“, sagt der AG-City-Vorsitzende Klaus-Jürgen Meier.

Die Straße zwischen Breitscheid- und Wittenbergplatz ist 500 Meter lang, der Kurfürstendamm 3,5 Kilometer. Dessen Verlängerung bis zum Wittenbergplatz erleichtere die weltweite Vermarktung und verbessere die „Auffindbarkeit“, sagt Meier.

Am Kurfürstendamm sind noch Hausnummern frei

Entscheidend ist für Gottfried Kupsch, Vorstandsmitglied und Immobilienunternehmer, dass „die Eigentümer mitmachen“. Man sondiere bei Vermietern und Mietern. Am Ku’damm müssten Anrainer keine Adressenänderung befürchten, die ersten zehn Hausnummern seien zurzeit nicht vergeben. Das liegt am geänderten Straßenverlauf, früher reichte der Boulevard bis in die heutige Budapester Straße. Auf der Südseite enden die bisherigen Ku’damm-Hausnummern bei 237.

Der Tourismus-Chef ist für ein einheitliches Ku'damm-Erlebnis

Unterstützung versprechen die Tourismuswerber: Der Ku’damm „steht wie kein anderer Boulevard als Synonym für die Stadt“, schrieb Visit-Berlin-Geschäftsführer Burkhard Kieker der AG City. Wegen der „enormen touristischen Anziehungskraft“ sei die Gegend „geradezu prädestiniert, einheitlich als Kurfürstendamm erlebbar zu werden“.

Einzelhandelsexperte Christoph Meyer von der Firma CM Best Retail, der ehrenamtlich den Stadtentwicklungsausschuss der IHK Berlin leitet, nennt den Ku’damm „eine Weltmarke wie Mercedes-Benz oder die New Yorker 5th Avenue“. Mit dessen Namen könne die „weitgehend unbekannte“ Tauentzienstraße „in die erste Reihe internationaler Shopping- und Büroadressen aufrücken“.

Die Bezirke wollen den Namen nicht nur des Profits willen ändern

Doch aus den Bezirken, die erst durch Tagesspiegel-Anfragen von der Idee erfuhren, kommt nur Kritik. Ein Teil der Tauentzienstraße gehört zu Charlottenburg-Wilmersdorf, der Bereich zwischen Nürnberger Straße und Wittenbergplatz zu Tempelhof-Schöneberg. Dort sieht Stadtentwicklungsstadträtin Sibyll Klotz (Grüne) keinen Grund, den Namen „nur wegen geschäftlicher Interessen“ zu ändern. Außerdem würde „ein Teil des Generalszugs herausgebrochen“. Dabei geht es um viele Straßen und Plätze in Schöneberg und Kreuzberg, die nach preußischen Generälen aus den Befreiungskriegen gegen Napoleon oder nach Schlachten benannt sind.

Die Tauentzienstraße erinnert an General Bogislav Friedrich Emanuel von Tauentzien (1760 bis 1824), der nach der Eroberung der Stadt Wittenberg den Beinamen „von Wittenberg“ trug. Auf denselben militärischen Erfolg geht der Name des Wittenbergplatzes zurück.

Der Charlottenburg-Wilmersdorfer Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte (SPD) lehnt es ab, die Tauentzienstraße „150 Jahre nach ihrer Benennung aus rein vermarktungstechnischen Erwägungen umzubenennen“. Das sei „weder rechtlich möglich noch historisch sinnvoll“. Auch Vertreter aller BVV-Fraktionen reagierten ablehnend.

Anwälte sehen eine rechtliche Chance

Berlins Straßengesetz erlaubt Umbenennungen nur ausnahmsweise, etwa um Namen von Nazis zu tilgen. Namen aus der Zeit vor 1933 können geändert werden, falls sie „nach heutigem Demokratieverständnis negativ belastet sind“ und „nachhaltig dem Ansehen Berlins schaden“. Darin sehen Anwälte in einem Gutachten für die AG City ein Schlupfloch: Tauentzien sei ein „Haudegen“ gewesen, bei der Belagerung von Torgau habe er viele zivile Häuser bombardieren lassen. Heute wäre dies ein „Kriegsverbrechen“.

Die meisten Anrainer schweigen noch

Anrainer wie das KaDeWe, Peek & Cloppenburg, Adidas und Uniqlo sagen bisher nichts. Zu den treibenden Kräften zählt das Europa-Center, dessen Centermanager Uwe Timm im AG-City-Vorstand sitzt.

Ein Mittelständler in der von Filialisten geprägten Straße ist der Gastronom Christian Ridderskamp vom „Schlemmer Pylon“ an der Ecke Marburger Straße. Er glaubt nicht, dass eine Umbenennung viel ändere, in erster Linie profitierten wohl nur Makler.

Berlins Handelsverband spricht zurückhaltend von einer „ungewöhnlichen Idee“. Dirk Spender vom Regionalmanagement City West wendet ein, es werde Luxusläden am Ku’damm ärgern, falls dieser „künstlich aufgebläht“ werde. Müssten „Weltmarken“ den Straßennamen mit den Textilketten in der Tauentzienstraße teilen, bedeute das für ihre Adressen „eine Abwertung“.

Der Tagesspiegel, [10.09.2014]

 

 
"Indian Summer" und Candlelight Dinner-Menü "Genuss zu Zweit"

Eingerichtet mit originalen Requisiten der CCC Filmstudios und vielen Erinnerungen an große deutsche Filme, bietet das Restaurant "Movie" Platz für angeregte Gespräche und lädt zum Schlemmen ein. Es erwartet Sie eine Auswahl regionaler und internationaler Gerichte.

Aus unserem Kulinarischen Kalender: Indian Summer: 11. September 2014 - 28. November 2014 (Foto: eyetronic - Fotolia.com)

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 06.30 - 10.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 07.00 - 11.00 Uhr
Mittag (kleine Karte): 11.30 - 13.30 Uhr
Abendessen: 17.30 - 22.00 Uhr

Kids eat free
Kinder bis einschließlich 12 Jahre essen in unserem Restaurant aus der Kinderkarte kostenfrei, wenn sie in Begleitung eines zu Mittag oder zu Abend essenden Erwachsenen sind (gilt für maximal 2 Kinder). Dieses Angebot gilt für Familien, die im Hotel übernachten.

"Genuss zu Zweit"

Jeden Freitag ab 18:00 Uhr können Sie ein 3-Gänge-Menü genießen - Candlelight-Dinner
Preis pro Person: 22,00 Euro